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Messenger tellz.me ausprobiert – Community-Features

Wenn man in den App-Stores von Android oder iOs stöbert , stellt man fest, dass es mittlerweile einige Messenger gibt. Besonders seit der großen Angst um die eigenen Daten erschienen zahlreiche Apps, die alle versprachen es besser machen zu wollen. Der Wille zum Wechsel war da, doch für die Masse war scheinbar kein Messenger interessant genug. So entdeckte ich bei meinen Freunden gerade mal einen oder zwei bei einem anderen Messenger. Und ich gebe es ja auch zu: Ohne gute Features gibt es auch keinen Grund „umzuziehen“. 

Doch dann testete ich in den letzten Monaten einen Messenger, dessen Ansätze mir zumindest sehr gut gefallen. Auch hier nutzt ihn noch keiner meiner Freunde. Doch im Gegensatz zu all den anderen empfehle ich ihn aktiv meinen Kontakten. Und auch euch möchte ich diesen Messenger empfehlen. Und ja, dieser Artikel ist bezahlte Werbung, aber ich würde niemals etwas empfehlen, wovon ich nicht selbst überzeugt bin. Dafür ist mir letztendlich meine Zeit bei drei Kindern zu Schade. 

Die App nennt sich tellz.me, dessen Gründer und Server aus Deutschland stammen. Der Versand der Nachrichten erfolgt end to end verschlüsselt. Alles ist DSVGO-konform und man benötigt nur seine E-Mailadresse. Die Telefonnummer wird wie von so vielen Messenger hier nicht gefordert.

Anmeldung ohne Telefonnummer

Nach dem anmelden erhält man einen persönlichen Code mit dem man sich mit Freunden, Bekannten oder geschäftlichen Kontakten vernetzen kann.

Nun fragen sich sicher viele, was denn der Messenger so besonderes kann, denn bis hier her klingt das alles noch recht unspektakulär.

Dieser Messenger ist viel mehr Community als reines Tool zum unterhalten mit Freunden. So kann man im Bereich Chat Channel, vergleichbar mit Foren oder Facebook Gruppen, Themen suchen um sich mit anderen Mitglieder zu vernetzen. Ähnlich wie in den Facebook Gruppen muss hier der Zutritt beantragt werden. Auch hier entscheidet der Ersteller wer hinein darf und wer nicht.

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tellz.me ist mehr Community als Messenger. Auch Gruppen mit lustigen Inhalten findet ihr dort.

Mehr Community als Messenger

Tellz.me richtet sich aber nicht nur an Menschen, die nur miteinander kommunizieren möchten. Auch Creator kommen hier auf ihre Kosten. So kann man einen individuellen Inhalt/Content erstellen und diesen anschließend als „Follower News“ oder Promotion ausgeben. Zudem hat man die Möglichkeit fertige Inhalte in seinem Profil, seinen Profilgruppen, seinen Follower-News, als Promotion und seinen Channels anzeigen zu lassen. Man kann den Inhalt jederzeit bearbeiten, entfernen und bestimmte Inhalte aktiv oder inaktiv schalten. Egal ob Texte, Bilder, Videos, Dokumente, Sprachnachrichten oder Musikaufnahmen – es gibt kaum Grenzen. Also ideal für Creator, Blogger oder Youtuber um mit seiner Community in Kontakt zu bleiben. Premium Nutzer haben hier zudem weitere Möglichkeiten.

Meine bisherigen Erfahrungen mit dieser App waren durchweg positiv. Die App wird stetig weiter entwickelt und bisher wurde nichts verschlimmbessert. Abstürze hatte ich bisher keine. Auch die Community ist noch überschaubar. Das kann sich natürlich mit kommendem Erfolg ändern. Es bleibt abzuwarten was aus dieser App wird.

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Auch mich findet ihr bei Tellzme. Verbindet euch mit mir und wir tauschen uns aus.

Empfehle ich tellz.me?

Ab einer gewissen Grösse kommen wohlmöglich Investoren, welche eigene Interessen verfolgen. Und meist hat sich das dann immer in einen Grund entwickelt die App zu deinstallieren. Aber ich will das gar nicht verteufeln. Man wird sehen was kommt. 

Soweit denke ich also jetzt noch nicht und genieße die Momente mit dieser App. Bisher habe ich wirklich das Gefühl , dass wie auf der Webseite versprochen, alles respektvoll geschieht. Der Umgang unter den Usern ist es auf jeden Fall. Was mit den Daten passiert kann man nur glauben.

Um die Frage zu beantworten: Ja, ich kann aktuell tellz.me empfehlen. Also ladet euch die App herunter und gebt ihr eine Chance. Diese App hat sich die Chance auf jeden Fall verdient. 

 

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Arlo Baby: Überzeugt das smarte Babyphone gegenüber einem Normalen?

Als bisher überzeugter Philips Avent Nutzer war ich mit unserem Babyphone SCD630/26 immer sehr zufrieden. Wir hatten unseren Spatz immer im Blick und konnten sofort reagieren, wenn etwas war. Und eigentlich wollten wir auch nichts anderes nutzen, bis eben Arlo mir die Arlo Baby zur Verfügung gestellt hat. Dabei handelt es sich um ein Babyphone, was zugleich aber auch als Überwachungskamera fungiert.

Stabiles Heimnetzwerk notwendig

Kurz vorweg: Ein stabiles Heimnetzwerk und die vorgeschriebene Internet Geschwindigkeit Upload/Download sind Grundvoraussetzungen für ein einwandfreies Erlebnis, wie wir es haben. Ein weniger guter Router und Einschränkungen können die Funktionen beeinträchtigen.

Was mir eigentlich sehr gut gefallen hat ist die Integrationsmöglichkeit in Amazon Echo oder Google Home. Was mir dabei weniger Gefallen hat ist die auch in den Arlo Foren immer wieder genannte Unzuverlässigkeit. Mal schaffen es die Geräte den Videostream darzustellen, dann bricht aber schnell die Verbindung ab. Mal schaffen sie es nicht zu streamen und man wartet Vergebens. Wenn dann eine Verbindung zustande kommt, stört mich weiterhin aber noch eine Verzögerung von knapp 10 Sekunden. Mit der Arlo App sind es teilweise nur ein bis zwei Sekunden, was völlig in Ordnung ist. Ich empfehle daher eine Überwachung mit der Arlo App auf dem Smartphone oder Tablet. Erfahrungen mit Apple Home habe ich als Nicht-Apple-Nutzer leider nicht.

Arlo Baby oder normales Babyphone?

Welche Vorteile hat die Arlo Baby gegenüber einem normalen Babyphone?

Gegenüber anderen Arlo Produkten braucht die Arlo Baby keine Station. Die Kamera kann direkt kinderleicht in das Heimnetzwerk eingebunden werden und hat zudem noch einen Luftsensor (Qualität und Luftfeuchtigkeit werden gemessen), einen Temperatur-Sensor (hat das Philips Babyphone auch), 2-Wege-Audio, ein Nachtlicht dessen Farbe und Farbenspiel man sich aussuchen kann und eine Musikfunktion.

Generell die Möglichkeit auch ausserhalb der eigenen vier Wände die Kamera anzusteuern gefällt mir sehr gut. Ich brauche nicht wie bei der Philips Kamera einen Empfänger. Sie erkennt wie andere Arlo Kameras auch Bewegungen und kann natürlich auch in der Nacht klare Bilder liefern.

Die Arlo Baby ist wie erwähnt keine „reine“ Baby Kamera und kann auch bspw. als Alternative zur Arlo Q (Indoor) eingesetzt werden.

Über die App kann man die Kids bestens beobachten. Zudem ist die Arlo Baby auch eine Überwachungskamera.

Welche Nachteile hat die Arlo Baby gegenüber einem normalen Babyphone?

Da wäre zum einen die genannte Verzögerung auf den verschiedenen Geräten. Dieses Problem haben aber auch andere Arlo Kameras. Diese haben sogar nochmassivere Verzögerungen. Stören tut es mich gerade auf meiner Amazon Echo Show oder dem Google Nest Hub auf jeden Fall.

Zudem ist man dadurch, dass kein Empfänger beiliegt auf ein Tablet oder Smartphone angewiesen. Sprich Smartphone nutzen und das Baby dauerhaft überwachen funktioniert nicht zugleich wie bei einem normalen Babyphone mit Videofunktion. Würde die Integration in Amazon und Google besser sein, wäre dieser negative Punkt gar nicht vorhanden. Zur Not kann man aber noch auf dem Notebook oder PC bzw. Mac streamen.

Neben dem Bild sieht man auch Daten über die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Qualität der Luft.

Gute Überwachung

Wenn die die Arlo Baby aktiv ist und eine Bewegung oder ein Geräusch erkannt wird, zeichnet die Kamera direkt auf. Dies funktioniert einwandfrei. Zusätzlich kann bei „Bewegung“ eine „Aktivitätszone“ gewählt werden. Das Aufgezeichnete Material wird dann in die „Arlo Cloud“ hochgeladen. Man selbst erhält dann eine Push-Mitteilung und/oder E-Mail (falls aktiviert).

Bei der Videoqualität kann zwischen 360p, 480p, 720p, 1080p gewählt werden und das Sichtfeld von 90°-130° eingestellt werden. Zudem verfügt die Kamera über einen eingebauten Akku. So ist man nicht unbedingt auf eine Steckdose angewiesen.

Ist die Arlo Baby nun besser oder schlechter?

Besser oder schlechter?

Ich kann die Arlo Baby auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Einrichtung ist kinderleicht und wird in der Arlo App Schritt für Schritt angezeigt. Man kann die Kamera sowohl als Babyphone, aber auch als Überwachungskamera nutzen. Beides kann sie sehr gut.

Ich hoffe, dass die Verzögerungen und die wie ich finde mittelmässige Integration in Amazon und Google besser werden. Dann wäre die Kamera nahezu perfekt für jeden Smart Home Fan.

Wenn man mich fragen würde, was besser oder schlecht ist, würde ich sagen, dass es beides hier nicht gibt. Das Babyphone von Philips ist absolut nicht verkehrt. Es hat uns lange Zeit begleitet. Möchte man sich aber ein smartes Zuhause aufbauen ist das Arlo Baby ideal dafür geeignet.

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pickpack – Essen einfach unterwegs vorbestellen

In Berlin gibt es etwas Neues, was wunderbar zum öffentlichen Verkehr und der wenig Zeit, die wir alle vorgeben zu haben, passt. Und zwar eine App Namens „pickpack„. Mit der App könnt ihr, momentan nur in Berlin, euer Essen bei bestimmten Partnern vorbestellen und bei Ankunft im besten Fall direkt abholen. Lästiges Warten und bezahlen vor Ort entfällt. Alles wird mit der App erledigt. Geniale Idee, die ich unbedingt ausprobieren wollte.

Nach der Bestellung wird über einen Countdown die Abholzeit angestrebt.

Bestellen, bezahlen, kein anstehen

Und ich habe probiert. Und zwar neben der App auch das erste Mal in meinem Leben Sushi. Ob das jetzt so der Brüller war, das erfahrt ihr später in diesem Text. Was aber auf jeden Fall sehr gut war, war die App. Ich habe problemlos von unterwegs bestellen können. Und es ist wie im Restaurant, wenn man bestellt und dann nochmal auf die Toilette geht und das Essen wartet bei der Rückkehr auf einen. Einfach perfekt.

Hier muss man sich zuerst den Partner aussuchen, bei dem man bestellen möchte. Meist befinden sich diese an Bahnhöfen. Das ist zwar nicht immer ein Garant für gutes Essen, aber es gibt auch Läden dabei, die wirklich gut sind. Ich habe mir hier den Laden On-No-Ya Ishin ausgesucht und mir einen Sushi-Mix bestellt. Für das erste Mal sicher aufschlussreich. Nach der Auswahl des Essens legt man sich die Artikel in den Warenkorb, wählt eine Abholzeit und bezahlt. Die Abholzeit kann übrigens von unterwegs noch geändert werden. Natürlich kann man sein Essen bequem von unterwegs bezahlen – in meinem Fall mit GooglePay. Und dann fährt man weiter und im Bestfall wartet das Essen zubereitet vor Ort bereits auf einen.

Als ich bei On-No-Ya Ishin ankam ging ich direkt zur Kasse, da in der App explizit darauf hingewiesen wird an der Schlange vorbei zu gehen, und bekam nach zeigen des Codes auf der App direkt mein Essen. Perfekt. Schnell eine Bank gesucht und probiert und dabei blieb es auch. Sushi gehört definitiv nicht zu meinen Speisen. Aber ein Freund, der mich begleitete, ass gerne Sushi und somit auch meinen Teller. Ich habe dann schnell in der App schnell mir was anderes ausgesucht – gebratene Nudeln aus einem Imbiss am Bahnhof. War aber leider auch nicht der Brüller. Da wünsche ich mir einfach noch mehr Partner in Berlin, denn es ist echt durch die geringe Auswahl nicht leicht etwas gutes zu finden.

Sushi ist weniger mein Fall. Um so mehr die App pickpack.

App gut – Sushi weniger

Bis auf das Suhi war die Erfahrung mit der App durchaus positiv. Das Essen war bei Ankunft fertig, die Schritte innerhalb der App selbsterklärend und einfach. Wer sich in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmittel bewegt, kann mit der App wertvolle Zeit sparen. Die App ist sicher kein Must-have aber definitiv ein Nice-to-have. Ich kann die App bedenkenlos empfehlen.

In meinem Video seht ihr übrigens nochmal meine Erfahrung mit der App in 90 Sekunden:+

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Mein Daddy-Gaming Setup

Ob man es glaubt oder nicht: Trotz drei Kinder genehmige ich mir nicht selten Abends mal ein bisschen zu zocken. Das kann zum Beispiel ein Single-Player Spiel ala Days Gone oder Spider-Man sein. Oder aber auch mal ein Battle Royale Spiel. Ja, auch ich bin dem Hype um Spiele wie Fortnite nicht entkommen. Zumal ich bei Fortnite sehr früh angefangen habe, bevor das überhaupt einen Battle Royale Modus hatte. Da habe ich aber das Ganze noch ignoriert und nicht gedacht, dass das mal so viel Spaß machen würde. Aber wie und womit zocke ich? Ich verrate euch mein (aktuelles) Gaming-Setup.

Mein Setup

Und nun möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten wie mein Gaming Setup aussieht. Wobei ich momentan nicht immer fest an einem Platz spiele. Im Moment spiele ich, wenn die Kinder im Bett sind, gerne mit meiner Playstation 4 Pro an meinem Samsung The Frame 2.0 Fernseher. Tagsüber ein Bilderrahmen und Abends ein Fernseher – ich liebe das Konzept. Und ich liebe diesen Fernseher. Um mich mit meinem besten Freund zu unterhalten nutze ich hier zudem das Turtle Beach Recon 200 Headset in der zum Fernseher passenden weißen Farbe.

Nun kommt es nicht selten vor, dass auch mal die Frau etwas im Fernsehen schauen möchte. Dann nutze ich das Playstation 4 Remote Play-Feature und spiele an meinem Macbook Pro weiter. Das ist aber leider suboptimal, also funktioniert nicht wie ich es mir wünschen würde. Daher schaue ich aktuell nach einer portablen Lösung wie zum Beispiel die Gaming Koffer von Gaems. Da gibt es aber auch noch andere Hersteller, die aktuell solche Koffer präsentieren. Sobald ich eine Lösung gefunden habe, werde ich es euch wissen lassen.

Konsole oder doch auch mal PC

Die Auswahl der Spiele auf der Playstation 4 sind eingeschränkt. Und manchmal möchte man natürlich auch über den Tellerrand hinaus schauen. Dafür habe ich dann meinen Shadow Cloud Gaming PC. Und auch hier nutze ich das R200, denn es ist nicht nur für Konsolen kompatibel, sondern auch für den PC oder Mac uneingeschränkt nutzbar.

Der Sound vom Headset ist super und auch das Mikrofon liefert verständliche Ergebnisse. Mein Gegenüber hat sich bisher nicht beschwert. Es ist gut verbaut und dank der Tatsache, dass die Muscheln über den Ohren sind, versteht man beim zocken sein Umfeld so gut wie gar nicht. Das beste Feature für mich ist aber das Mikrofon. Mein bester Freund und ich sind beide Väter. Und nicht selten kommt es vor, dass die Kinder lauter sind oder die Frauen auf die Idee kommen zu saugen, wenn wir mal ein Ründchen zocken wollen. Das Mikrofon schnell zu muten ist im laufenden Spiel nicht so einfach. Das Mikrofon daher einfach zu muten, in dem man es hoch klappt ist genial. Für mich als Papa das beste Feature.

Ein gutes Headset für das Gaming Setup ist wichtig. Das Turtle Beach Recon 200 ist mein Favorit.
Ein gutes Headset für das Gaming Setup ist wichtig. Das Turtle Beach Recon 200 ist mein Favorit.

Weniger ist manchmal mehr

Und das ist es also – mein aktuelles Gaming-Setup. Es beschränkt sich auf eine Playstation 4 Pro, einen Fernseher, ein Headset und ein Macbook Pro. Im November gesellt sich noch Google Stadia dazu und ich bin gespannt ob das Headset hier auch kompatibel ist.

Weniger ist manchmal mehr und sollte sich was ändern und ich mir einen Gaming-Koffer kaufen, werdet ihr es erfahren.

Nun bin ich aber gespannt: Wie zockt ihr?

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Arielle wird dunkelhäutig und Fans als Rassisten abgestempelt

Wie schnell und voreilig die Rassistenkeule geschwungen wird beweist momentan die Tatsache, dass Disney beschlossen hat in der Realverfilmung von Arielle die Sängerin Halle Bailey zu besetzen. Für Menschen, die Halle Bailey nicht kennen, erstmal nichts ungewöhnliches. Nun ist aber eine grosse Diskussion daraus entstanden, weil Halle Bailey dunkelhäutig ist. Und damit haben sehr viele Menschen ein Problem. Und natürlich müssen das laut der Auffassung einiger Menschen auf Twitter und Co. Rassisten sein. Die Option, dass es einfach nur Fans sind, die sich eine Realverfilmung nah am Original wünschen, ist scheinbar für diese Menschen ein weit entfernter Gedanke.

Wer sich über die Hautfarbe einer Filmfigur und dessen Darstellerin echauffiert ist Rassist. Punkt. Also ob die Hautfarbe den Charakter und die Handlung ändern würden… Uff. Heult bitte leiser! #LT— スミス™ ???? 스미스™ (@__Sumisu__) 7. Juli 2019

Fans dürfen einfach nicht mehr Fans sein

Ich gebe zu. Auch ich habe damit meine Probleme. Im Original Film „Arielle, die Meerjungfrau“ von 1989 ist Arielle eben eine weiße Frau mit roten Haaren. Das hat sich auch in den nachfolgenden Filmen und der Serie nicht geändert. Auch in Gast-Auftritten, nicht zuletzt in Ralph Reichts 2, hat Disney das optische nie geändert. Warum also in der Realverfilmung? Warum jetzt? Oder ist eine Art Wiedergutmachung für all das Whitewashing, was in Hollywood bisher praktiziert wurde?

Whitewashing ist genauso absurd wie umgekehrt.

Das Aussehen von Arielle hat eine ganze Generation Kinder, egal welcher Hautfarbe geprägt. Und wie es scheint wollen viele einfach nur das die reale Arielle genauso aussieht wie im Disney Klassiker. Und um mehr geht es vielen nicht. Auch bei anderen Realverfilmungen wie „Aladdin“ und „Die Schöne und das Biest“ hat Disney eigentlich darauf geachtet nah am Original zu sein.

Und nun kommen wir zum Problem des Ganzen: Fans dürfen einfach nicht mehr Fans sein. Ein jeder der nur ein Problem damit äussert wird als Rassist abgestempelt. Natürlich gibt es auch Rassisten darunter, gar keine Frage, aber man sollte auch mal differenzieren und nicht immer gleich die Rassistenkeule schwingen. Ich denke viele wollen einfach nur eine Realverfilmung nah am Original. Doch das ist für die Rassisten-Rufer einfach undenkbar. Angesprochen darauf, wieso denn selbst dunkelhäutige Menschen damit ein Problem haben, werden diese einfach als Idioten bezeichnet.

naja auch in amerika gibts viele idioten
das hat ja nix mit der hautfarbe zu tun— Johnny Vegas (@JVegas_) 6. Juli 2019

Es ist einfach absurd. Hellhäutige Fans, die ein Problem damit haben, sind Rassisten. Dunkelhäutige Fans sind nur Idioten. Aber, dass Fans einfach nur Fans sind – unvorstellbar. Tut mir leid, aber das macht all die Rassisten-Schreier nicht besser. Meinungen anderer werden nicht akzeptiert und man stempelt direkt ab und stellt das Gegenüber in eine Ecke. An was uns das erinnert muss ich, denke ich, nicht schreiben. Aber besser macht das diese Menschen nicht. Lasst die Fans doch einfach ein Problem damit haben. Arielle war unter Disney nun mal nie dunkelhäutig. Das ist Fakt. Dann hätte Mogli ja auch ein weißes Kind sein können oder Dschinni grün statt blau. Wieso entfernt man sich bei Arielle vom Zeichentrick?

Damit Arielle dem Prinzen Eric gefällt schliesst sie mit Ursula einen Vertrag.

Inhalt viel bedenklicher

Erinnern wir uns doch mal eher an das inhaltliche. Neben den Beleidigungen Ursula gegenüber Arielle (in einer Szene nennt sie Arielle eine Schlampe) ist es doch viel bedenklicher, dass eine Frau sich verändern muss, um ihrem Traummann zu gefallen. Und das ist doch die Botschaft aus dem Film. Und das sollte heute nicht mehr so sein. Doch die Aufregung bleibt hier aus.

Die Frage ist also: Wie löst Disney das? Wird Disney auch die Geschichte umschreiben um es den Feministen recht zu machen? Wird Arielle generell einmal komplett (mit Ariel – Brüllerwitz) gewaschen? Also nun ein durch und durch politisch und in seiner Aussage korrekter Film? Dann wäre Arielle aber nicht mehr Arielle und Disney könnte daraus einen ganz anderen Film machen. Es bleibt also spannend wie das Endprodukt sein wird.

Wer wird König Triton spielen? Und wird das gesamte Wasservolk dunkelhäutig?

König Triton und Ursula

Übrigens stelle ich mir noch die Frage: Wer spielt König Triton? Wird das gesamte Wasservolk dunkelhäutig? Quasi ein Unterwasser-Wakanda. Und wieso spielt die unlustige und teils in Hollywood doch sehr in schlechten Komödien verbrannte Melissa McCarthy die böse Ursula?

Das ist übrigens auch etwas, was mir persönlich nicht gefällt, aber vielleicht bin ich jetzt auch einfach nur Frauenfeindlich. Oder Disney hat kein Interesse an einer guten Realverfilmung. Wer weiß das schon? Darüber urteilen am Ende die Kinogänger. Disney wird schon merken, wenn die Entscheidungen ein Fehler waren.

Und wer spielt Prinz Eric? Wird er auch dunkelhäutig werden? Oder wird er von einem weißen Mann gespielt werden? Vielleicht wird der Film dann auch komplett unkorrekt und Arielle wird sich von Ursula nicht nur Beine geben lassen, sondern auch eine weiße Hautfarbe, damit sie Prinz Eric gefällt und treffen kann. Möglich wäre es, denn Hollywood hat sich nicht groß verändert zu damals. Sie suggerieren es nur ab und zu durch kleine Krumen.

Die Besetzung der anderen Figuren wird somit spannend. Gerade in dieser Diskussion.

Der Ur-Nick Fury ist eigentlich weiß gewesen. Einen Aufschrei gab es aber nie.

Nicht das erste Mal

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass aus einer weißen Figur quasi eine dunkelhäutige gemacht wurde. Doch da wurde sich nicht so daran gestört. So war Nick Fury ursprünglich ein weißer Mann gewesen. Das wurde jedoch damit gelöst das Samuel L. Jackson nicht Nick Fury spielt, sondern seine Figur dem aus dem Ultimate Marvel Universum Sohn Nick Fury jr nahe kommt. Eine Augenklappe hatten jedoch alle irgendwann. Hier wurde also etwas getrickst.

In Comics ist das natürlich etwas völlig anderes, da Comics sich manchmal anderer Universen bedienen. Es ist komplizierter, aber nicht gänzlich weiter davon entfernt. Hätte ja auch sein können, dass sich die Fans lieber einen Nick Fury angelehnt an das Original gewünscht hätten. Dann wäre ihnen sicher aber auch die Rassisten-Keule entgegen gekommen.

Würde man also die reale Arielle einem neuen Universum zuordnen wie quasi in Marvel-Comics wäre das vollkommen okay. Dann könnten Arielle (rothaarig und weiß) und Arielle (dunkelhäutig) in Harmonie koexistieren. Jede Arielle in ihrem Universum. So bliebe die Ur-Arielle unangetastet und es würden weiterhin Gast-Auftritte in Serien oder Filme geben. Vielleicht wird das auch so sein und Disney hat es nur noch nicht kommuniziert. Denn würde Arielle mal wieder erneut Sophia die Erste besuchen oder mit ihren Freundinnen im Ralph Reichts-Universum quatschen, wäre es befremdlich auf einmal eine dunkelhäutige Arielle zu sehen. Es bleibt abzuwarten, denn bisher war die Realverfilmung fast immer nah am Zeichentrick. Warum man bei Arielle so eine grobe Änderung vornimmt weiss nur Disney. Und irgendwie werden sie ja wissen was sie tun.

Also ihr lieben Rassisten-Rufer: Ich bin kein Rassist und Arielle ist nicht dunkelhäutig. Punkt.