Getestet: Vorwerk Kobold VR100

Dies ist mein erster Langzeittest eines Produktes, welches ich richtig lieb gewonnen habe und im Haushalt einen enormen Mehrwert hat. Es geht um den Saugroboter VR100 der Firma Vorwerk, den ihr ja schon gewinnen konntet. Nach jetzt einigen Wochen und Monaten ist dieser Staubsauger ein fester Bestandteil geworden. Ich kenne keinen besseren Saugroboter. Und  leider durfte ich in meinen vier Wänden leider noch keinen testen, aber Vorwerk hat direkt „ja“ gesagt und das freut mich sehr. Andere Modelle kenne ich nur von Messen und Geschäften. Und nach nun dieser längeren Zeit berichte ich nun von meiner Erfahrung mit dem Staubsauger.

Zu erst muss ich sagen, dass sich Vorwerk in sämtlichen Belangen Gedanken gemacht hat. Man hat nicht einfach einen runden Saugroboter mit dem eigenen Firmenlogo auf den Markt gebracht, sondern zusammen mit den Entwicklern einen Roboter entworfen, der wirklich durchdacht ist. So ist die Form nämlich nicht wie Konkurrenzprodukte rund, sondern vorne wie ein Staubsauger gemacht. Das heisst eckig. Denn Ecken in Räume sind kantig und ein runder Staubsauger hat so seine Probleme. Weiterhin ist eine Bürste vorne verbaut worden, damit er beim saugen an der Wandleiste auch den Dreck wirklich einsaugen kann.

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Das ist wirklich effektiv und der Roboter zeigte sich in der Praxis bisher wirklich als gründlich. Manchmal wird er durch die Katzen oder den Hund leicht verwirrt, aber er saugte eine Stelle selten zwei Mal und macht seine Arbeit wirklich sehr gut. Auch wenn diese Arbeit zeitlich etwas dauert, braucht sich das Ergebnis nicht verstecken. Ich habe auch hier ein Video hochgeladen, wo ihr den Staubsauger bei der Arbeit sehen könnt:

Was direkt denke ich auffällt: er ist laut. Ja, das ist in der Tat, aber welcher Staubsauger erzeugt keine Geräusche? Durch die lange Saugdauer kann das bei Anwesenheit von einem selbst schon etwas nerven, aber idealerweise lässt sich das Gerät zeitlich progammieren und fährt bei schwachem Akku selbständig in die Basis zurück. Somit ist der Staubsauger ideal für eine Saugstunde während ihr bei einem Termin oder in der Stadt seid. Sollte der Fall eintreten und der Staubsauger bleibt irgendwo hängen, versucht er sich zuerst selbst zu befreien. Schafft er dies nicht schaltet er sich ab, piepst ein paar Mal und bleibt dann still. Also auch eure Nachbarn bleiben im Notfall von einem lästigen Dauerpiepen verschont.

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Was ich Schade finde ist eine fehlende Fernbedienung, denn man kann das Gerät auch manuell zur Basis schicken, was sich problematisch auswirken kann, wenn der Staubsauger unter Möbel saugt, wofür er sich auch gut eignet. Unter unser Ikea Sideboard kam er problemlos und machte auch dort gut sauber. Also muss man den kleinen Kerl erstmal erwischen um dann seinen grünen grossen Knopf zu drücken. Grundsätzlich funktioniert aber der automatische Reinigungsmodus, samt Timer und Rückkehr zur Basisstation, sehr gut. Der Sauger kommt übrigens völlig ohne Filterbeutel aus, da der Schmutz in einer Sammelbox landet. Wenn diese voll ist meldet sich der Sauger, damit man ihn leert. Dies geht einfach durch das herausnehmen der Box Das reinigen stellte sich ebenfalls als einfach da.

In jedem Haushalt gibt es natürlich auch Räume, wo der Sauger nicht rein soll. Dafür liefert Vorwerk Magnetstreifen mit. Diese könnt ihr unter die Türschwelle legen oder unter den Teppich einsetzen – wie ihr wollt. Mit diesen Schwellen platziert ihr eine unsichtbare Wand. Der VR100 geht über diese Magnetstreifen nicht, da seine Sensoren diese Magnetstreifen sofort bemerken. Auch fällt er keine Treppen herunter, da die Sensoren sofort merken, wenn da kein Boden mehr vor ihm ist. Vor jedem Saugvorgang und auch währenddessen scannt der VR100 mit seinen Sensoren die Umgebung. Dies kann manchmal ein paar Sekunden länger dauern, aber dann beginnt er sein Werk. Ändert sich etwas im Raum merkt auch dies der VR100 sofort. Also man sollte ihm nicht im Wege stehen, was ihn etwas verwirrt. Er wirkt auch manchmal etwas rabiat, wenn einfach drauf los fährt und Hindernisse mitnimmt. Kaputt gegangen ist aber durch den Roboter noch nie etwas.

In diesem offiziellen Video sieht man wunderbar wie er die Räume durch seinen Turm scannt und diese abfährt:

Um aufgeladen zu werden braucht der VR100 gute zwei Stunden. Das erste laden dauerte etwas länger. Das Menü ist benutzerfreundlich einfach gehalten. Bei Störungen zeigt der VR100 direkt auch die Lösung auf dem Display. Geladen wird an einer Station mit Metallkontakten. Es sieht echt putzig aus, wenn er sich an die Station wackelt. Aber es funktioniert und das ist die hauptsache.

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Fazit

Vorwerk ist stolz auf seinen Saugroboter, den man sich auch bezahlen lässt: 649 Euro soll der Roboter kosten. Das Geld ist der Saugroboter aber auch zugegeben wert. Wer eben billig kauft, kauft doppelt, denn es gibt schon Roboter für 100 Euro. Die können aber auch dann eben das was 100 Euro billige Roboter können – fast gar nichts anständig.

Wer sich den Roboter leisten kann, denn er ist mehr für Menschen mit zu viel Geld, sollte beherzt zuschlagen. Aber bitte nicht als Hauptsauger nutzen. Man sollte vielleicht ab und zu doch nochmal nachsaugen oder allgemein einmal die Woche richtig saugen bzw die Zimmer, die der VR100 jetzt nicht saugen sollte. Ein grosses Wohn- oder Schlafzimmer ist sicher sein Fachgebiet. Ein Badezimmer wird sicher eine Herausforderung.

Menschen mit Haustieren sollten vielleicht erstmal die Begegnung testen. Dieser Test hat sich verschoben, weil Hund und Sauger nicht direkt Freunde waren. Es hat lange gedauert bis der Hund den Sauger akzeptiert und seine Angst verloren hat.

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6 Comments

  • Interessantes kleine Teil 🙂 Würde bei uns dank vieler freien Flächen auch gut was zu tun haben. Aber das ist mir schlicht zu teuer und den Preis nicht wert…

    btw.: wer hatte damals eigtl. den Roboter gewonnen? Hab die Bekanntgabe glaub ich verpasst 🙁

  • Hat das Teil verschiedene Bürstenaufsätze? Mein „normaler“ Sauger hat das für teppich und glatte Böden. Oder kann man den einfach so auf jedem Boden fahren lassen? Wenn ja, saugt er auf verschiedenen Oberflächen gleich gut?

    • Die kleine Bürste ist echt nur für die Seiten. Ansonsten hat er eine untere Hauptbürste. Er saugt auf Teppich und auf glatten Böden gleich gut. Aber er hat auch seine Grenzen. Grosse Teppiche, also nicht die festen die man in manchen Wohnungen hat, sollten nicht zu verwuschelt sein: Also Kuschelteppiche oder Tierfell kriegt er nicht hin und würde darin sich nicht bewegen können.

      • Das ist ja praktisch, dass man keine extra Aufsätze braucht. Ich habe schon länger ein Auge auf so ein Teil geworfen.
        (Mit Headset auf stört mich der lärm auch nicht).
        Auf Fussel und Felle stehe ich nicht so 🙂

  • Sicher ein interessantes Gagdet, wenn man unterwegs ist und man das Saugen in der Zeit erledigen kann. Meine Katzen allerdings würden mich erwürgen, wenn ich so ein „Monster“ in ihr Revier bringen würde 😉

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