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Test: Call of Duty Ghosts (PC)

Nachdem Battlefield 4 bei mir im Test gar nicht mal so schlecht abgeschnitten ist, kommt hier nun auch der Call of Duty: Ghosts-Test. Die Frage ist doch: Funktioniert das Erfolgs-Rezept jedes Jahr aufs Neue? Oder lässt die Serie nach?

Bevor ich auf die Singleplayer-Kampagne eingehen möchte, fange ich mit dem Multiplayer an, denn genauso habe ich das Spiel gespielt. Ich habe zuerst mit dem Multiplayer angefangen, da viele die Kampagne als Beiwerk betrachten. Call of Duty ist ein Multiplayer-Spiel. Die Kampagne ist hier wirklich nur eine Dreingabe. Und so habe ich den Multiplayer als erstes gestartet und mir die Kinnlade herunter gefallen, als ich sah was man uns dieses Jahr verkauft hat. Die Grafik sieht meiner Meinung nach noch schlechter aus als bei Call of Duty: Black Ops 2. Vielleicht sehe ich das nur so, aber die Grafik ist nicht wirklich besser geworden. Die Level wirken einfach lieblos zusammen gekleistert, viele Texturen sind unscharf. Alles wirkt wie auf einer Konsole. Info an die Entwickler: Ich habe einen PC und der hat schon mehr Leistung als eine Konsole. Da darf ich doch auch um etwas mehr Grafikpracht bitten.

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Zudem sind die Maps teilweise viel zu groß. Bestes Beispiel ist die Burgruine, die einfach viel zu groß ist. Minutenlang läuft man umher bis man mal einen Gegner trifft. Man sollte sich auf solchen Maps also nach den Schüssen und den eingeblendeten Totenköpfen richten. Wo Kollegen gestorben sind, sind meist Gegner zu finden. Ohne solche Einblendungen im Interface würde man wahrscheinlich sich einen Wolf suchen.

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Neu im Multiplayer ist der Squad-Modus. Darin kann man sein eigenes Team zusammen stellen und die Ausrüstung wählen. Für das freischalten neuer Ausrüstung bekommt man im Levelanstieg Punkte, die man gegen Waffen und Ausrüstung eintauschen kann. Dies wurde im ganzen Multiplayer implentiert. Auch das komplette Aussehen des eigenen Soldaten lässt sich anpassen, bis hin zum Geschlechtswechsel. Frauen sind also diesmal mit dabei. Mit dem Squad kann man verschiedene Modi bestreiten. Entweder gegen andere Squads oder Bots. Dazu findet man dann auch den „Widerstand“-Modus, bei dem man mit bis drei weiteren Spielern gegen Wellen antreten muss. Dazu gibt es aber auch die altbekannten Modi wie „Abschuss bestätigt“ oder „Suchen und retten“ (es heisst nicht mehr „Suchen und Zerstören“). Der Multiplayer bleibt spürbar der Kern des Spieles. Wie in Battlefield gibt es auch kleine Events wie explodierende Fahrzeuge oder Erdbeben.

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Die Care-Packages existieren nicht mehr als Killstreak-Belohnung. Diese müssen mit Feldbefehlen erspielt werden. Jeder Soldat verfügt über einen eigenen Rang. Damit gibt es auch keinen Prestige-Modus mehr. Es hat sich also schon einiges geändert und jeder muss sich sicher daran gewöhnen. Die Grafik versalzt leider diese Suppe. Hier tut sich einfach gar nichts un das ist Schade. Auf Konsolen mag das Spiel sicher gefallen. Dazu kommen spürbare Ruckler und Lags, die manchmal die Runde unspielbar machen.

Weiterhin online bestreiten kann man den meiner Meinung nach unnötigen Modus “Extinction”. Darin muss man Nester von Insekten zerstören. Erinnert etwas an Starship-Troopers und schon den letzten Zombie-Modus fand ich überflüssig bis hin zu schlecht gemacht. Bevor man spielt kann man seine Rüstung und Fähigkeiten festlegen. Im Spiel selbst steigt man im Rang auf und erhält neue Fähigkeiten. Mir macht der Modus absolut keinen Spaß und wird daher nur angetestet auf der Festplatte versauern. Im Moment gibt es auch nur eine, zu große Karte, aber in den nächsten DLCs wird man sicher noch die ein oder andere Map nachliefern.

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Kommen wir zur Kampagne, die ich als Beigabe empfinde. Daher ist sie von der Story noch simpler und unrealistischer denn je geworden. Diesmal wurde eine Superwaffe benutzt und die Welt versinkt in der Zerstörung und die tollen Amerikaner, nämlich die Ghosts, retten die Welt. Überall macht es somit viel Bumm Bumm und viele Explosionen und wie in den vorigen Teilen überlebt der Held jeden noch so hohen Sturz oder Hubschrauber-Absturz und kämpft sich durch massenhaft an gleich aussehenden Gegnerhorden. Also von der Story habe ich lange nicht mehr einen solchen Murks gespielt. Hier waren die Vorgänger einfach weitaus erzählerisch besser. Also Hirn aus und auf gehts. Die Story und Level sind zudem so linear, daß man nichts falsch machen kann.

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Dafür wird es nie öde, denn die Schauplätze wechseln zügig. Wo man vorher noch am Boden um sein Leben gerannt ist, findet man sich etwas später als andere Person im Weltall wieder. Das sieht übrigens ganz cool aus. Grafisch ist der Singleplayer nicht schlecht. Definitiv nicht. Aber dann gibt es wieder unschöne Dinge wie Teppiche mit verwaschenen Texturen oder Steine die einfach hässlich aussehen.

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Der absolute Star und die größte Neuerung ist der Schäferhund Riley. Eine Art Superhund, der jeden Gegner sofort töten kann. Er begleitet durch die Missionen und kann teilweise gesteuert werden oder aber auch Befehle entgegen nehmen wie das automatisierte töten der Gegner. Er stiehlt den emotionslosen Charakteren die komplette Show, da diese sich absolut uninteressant darstellen und man kaum Hintergrundinformationen geliefert bekommt. Der Hund ist da eine willkommende Abwechslung, auch wenn er jegliche Kugelhagel oder auch Granatexplosionen überlebt. Ich glaube hier wollten die Entwickler direkt dem Ärger mit Peta aus dem Weg gehen. Im Multiplayer sind die Hunde übrigens einfach nur nervig und stehen im Weg rum.

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Fazit

Call of Duty: Ghosts ist meiner Meinung nach ein Rückschritt. Die Grafik im Multiplayer sieht grauenhaft aus und der Mehrspieler-Modus war nun mal schon immer der Kern des Spieles. Die Maps sind viel zu groß. Der Netzwerkcode ist ebenfalls wieder grauenhaft, was man dadurch merkt, daß man manchmal auf jemanden ballert und ihn laut System gar nicht trifft, obwohl man es getan hat. Fans der Serie wünschen sich sicherlich endlich richtige Neuerungen, wie zum Beispiel eine neue Engine. Genug Geld um diese zu entwickeln sollte Activision ja besitzen. Schließlich haben sie mit jedem Teil jedes Jahr genug Geld gemacht.

Die Story ist absoluter Käse. So viel erzählten Dünnpfiff habe ich lange nicht mehr gespielt. Absoluter Star ist hier jedoch der Hund Riley.

Die technische Schranke, daß Call of Duty: Ghosts zum Spielstart mindestens 6 GB RAM braucht, ist eine absolute Frechheit. Verbrauchten tut das Spiel nämlich nur 1,5 bis 2 GB Arbeitsspeicher. Wozu diese Schranke eingebaut wurde, weiß man leider nicht.

Kaufen würde ich mir das Spiel nur bei einem Keyhändler, wenn dieser den richtigen Preis hat. Bevorzugen werde ich persönlich in diesem Jahr aber Battlefield 4. Das hat für mich dieses Jahr das Rennen definitiv gewonnen. Die  Bewertungen auf Amazon sprechen ebenfalls eine eindeutige Sprache. Das ist aber Activision sicherlich egal, denn die Fach-Presse hat das Spiel ja wieder gelobt. Besonders die Printmedien wollen es sich scheinbar einfach nicht mit Activision verscherzen, da sie auf Werbekunden angewiesen sind.

-2 Comments-

  • 10. November 2013 at 1:45

    sehr guter test. trifft den Nagel auf den Kopf@

  • 10. November 2013 at 11:06
    Frank

    Endlich mal ein Test, der nicht gekauft ist. Danke!

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