Test: Knack (PS4)

Dieses Spiel gehört zu den wenigen ersten exklusiven Spielen für die Playstation 4 zum Release basierend auf einer neuen Marke. Wenn die Playstation 4 gezeigt wurde, war Knack nicht weit. Was auf den Messen noch ganz nett aussah, war bei einem zweiten Blick gar nicht so schlecht.

Juchuh, eine neue Marke. Endlich mal etwas neues spielen, was zudem auch noch aussieht wie ein Pixar-Film. Und ich muss sagen: Das Spiel präsentierte sich im zweiten Blick gar nicht so schlecht. Was mir im Laden oder auf Präsentationen nicht so wirklich gefiel, entpuppte sich zuhause als ein doch spaßiges und ansehnliches Spiel.

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Das Spiel ist natürlich nicht das, was jetzt die nächste Generation der Konsolen repräsentieren würde. Es sieht zwar schon cool aus, wenn Knack auseinander fällt oder sich aus verschiedenen Elementen neu bildet, aber die Grafik an sich ist eben nicht vergleichbar mit Titeln wie beispielsweise Ryse. Aber sie ist auch nicht so schlecht, dass ich davon abraten würde das Spiel zu kaufen. Alles erinnert sehr an einen Pixar Film und ist daher sehr comichaft gehalten.

Die Wege sind ziemlich linear. Es gibt hier und da kleine, verstecke Dinge, auch ausserhalb der Wege, aber ansonsten geht es für die Story nur in eine Richtung. Vieles wiederholt sich dabei sehr oft und man merkt sofort, dass hier ein eigentlich kurzes Vergnügen künstlich in die Länge gezogen wurde. Dabei ist die Idee des kleinen Kerles, der sich durch das sammeln von Elementen vergrößern kann und die Elemente nutzt nicht mal schlecht.

Doch worum geht es? Der Doktor (ein nicht ganz so verrückter Wissenschaftler) hat antike Relikte aus einer längst verlorenen Zivilisation studiert, um endlich einen Weg zu finden, sie alle zusammenzubinden und ihnen ein Bewusstsein zu geben. Das Ergebnis ist Knack, eine Kreatur mit mysteriösen Kräften. So kann er zum Beispiel weitere Relikte, die er findet, in sich aufsaugen. Dies erlaubt ihm, sich von einer einen Meter großen Kreatur in eine riesige, zerstörerische Maschine zu verwandeln. Im Laufe des Spiels entdeckt Knack außerdem eine Fähigkeit (oder auch eine Knack!), die es ihm erlaubt, Eis, Metall und andere Substanzen in seinem Körper aufzunehmen. So erhält er von Level zu Level neue Fähigkeiten. Das alles klingt nicht schlecht, schwächelt aber hier und da etwas. Dennoch kann die Story überzeugen und überrascht hier und da auch.

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Knack selbst besteht aus vielen Teilen, aber man kann selbst nicht bestimmen, was Knack aufnehmen soll oder intelligent wechseln. Knack ist sehr einfach gehalten und passt sich so den heutigen Spielen an. Die grauen Zellen des Spielers fordern ist heute irgendwie aus der Mode gekommen. Und so kann man auch als Riesen-Knack, der voll gestopft mit Teilchen ist, ganze Gebäude zerstören und Feinde zertrampeln. Abwechslung bieten da manche Abschnitte, in denen man schleichen und sich tarnen kann. Einen Coop-Modus bietet das Spiel auch, worin aber leider nicht zwei Knack gespielt werden können. Der andere spielt den kleinen Roboter, der einen heilen kann. Das ist kein richtiger Coop-Modus und erfordert wenig intelligentes Zusammenspiel.

Das Kampfsystem ist einfach. Knack kann drei grosse Fähigkeiten einsetzen, sofern er genug Sonnensteine gesammelt hat. Zum einen den Rundumschlag, den Fernangriff oder den Wirbelsturm. Die Aktivierung durch zwei Knopfdrücke sind einfach. Die Fähigkeiten hat Knack direkt von Anfang an. Das ist Schade, denn der Weg dorthin wäre doch viel spannender gewesen. Unterwegs kann man Geheimräume und Schatztruhen finden. In diesen befinden sich Bauteile. Diese sind Teile von Gadgets, mit denen Knack sein Abenteuer bestreiten kann. Es gibt aber auch seltene Gegenstände in diesen Truhen, sogenannte Crystal Relikte. Es gibt sechs unterschiedliche Crystal Relikte. Wenn man genug von einer Sorte sammelt, kann man besondere Knacks freischalten. Mit denen kann man das Spiel nochmal durchspielen. Meine Lust hier die Relikte zu suchen, war mau, denn das Spiel ist ein sich immer wiederholender Kampf gegen Gegner wie Monster, Roboter usw. Man hat einen Knopf zum angreifen und mehr nicht. Und man braucht keinen besonderen Knack um durchzukommen. Es ist ziemlich leicht, weil die KI auch ziemlich doof gehalten ist.

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Fazit

Knack ist gar nicht mal so schlecht, wie es sich mir auf den ersten Blick präsentiert hat. Das Spiel macht schon Spaß und die Story ist sehr nett gemacht. Auch die Sprecher, eher alle unbekannt, leisten sehr gute Arbeit. Ich glaube der Abenteurer wird sogar vom Sprecher von Nathan Drake gesprochen.

Das Spiel ist aber sehr linear und einfach. Man muss auch nichts suchen oder einsammeln, was einen jetzt weiter bringen würde. Zudem ist der Coop Modus leider enttäuschend.

Da es Knack schon für schmales Geld gibt, kann man hier getrost zuschlagen. Das Spiel ist definitiv ein netter Zeitvertreib.

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