Getestet: OUYA

Es ist schon etwas her, als die OUYA noch über Kickstarter finanziert wurde und das Crowdfunding revolutionierte. 8,596,474 US-Dollar kamen zusammen und die Entwickler hielten, was sie versprachen. Die OUYA erschien nahezu pünktlich und ist mittlerweile auch im normalen Einzelhandel zu bekommen. Es führte also auf früh oder lang kein Weg an einem Test für mich vorbei.

Denn auch in war ein Unterstützer der Kickstarter-Kampagne. Nach der Pleite von OnLive jedoch hatte ich Zweifel und stornierte meine Bestellung. Und wenn ich mit meiner jetzigen OUYA im Wohnzimmer zurück schaue, war dies ein Fehler, denn die OUYA ist eine kleine, feine Konsole mit viel Potenzial und tollem Indie-Support aus allen Ecken.

Schon beim auspacken war ich ziemlich von der Qualität der Konsole und des Controllers begeistert. Denn die Qualität war besser als erwartet. Zuvor hatte ich schon viel negatives gelesen und hatte nun Sorge die falsche Wahl getroffen zu haben. Und daher wollte ich mir selbst eine Meinung bilden und habe mich für die OUYA entschieden und sie natürlich nach dem eintreffen sofort ausgepackt und angeschaut. Wie ich mich dabei angestellt habe, könnt Ihr in diesem Video schauen:

Nach dem Unboxing wollte ich die Konsole natürlich in Aktion sehen. Nach der einfachen Einrichtung und dem ersten Update, mussten Spiele her. Und da kommen wir auch zu einem Kritikpunkt, der mir nicht gefallen hat, denn man muss echt jedes Spiel, welches man schon auf Android besitzt, erneut kaufen. Die Android-Konsole unterstützt offziell keinenPlay Store und so wird man gezwungen die Titel zu den dortigen Preisen erneut zu kaufen. Oder man installiert den Play Store über Umwege, was sich aber manchmal als nicht sehr stabil erweist. Das ist Schade und sicherlich auch ein Kritikpunkt für andere Besitzer, denn viele Android-Nutzer besitzen einfach schon eine Menge Spiele. Aber die OUYA hat ihren eigenen Store, mit ebenso eigenen Preisen. Als kleinen Trost bietet sie jedoch die Möglichkeit nahezu jedes Spiel kostenfrei auszuprobieren. Weiterhin gibt es natürlich auch viele kostenfreie Spiele, die man sich ohne Probleme herunterladen kann.

Auch hier habe ich ein Video für euch vorbereitet. Es zeigt einen Teil der Ersteinrichtung und das spielen diverser Games – von kostenfrei bis kostenpflichtig.

Hier hat mir Bombsquad sehr gut gefallen. Ein Bomberman Klon in 3D mit vielen witzigen Elementen. Das Spiel ist kostenpflichtig, aber sein Geld wert. Ebenfalls cool ist DubWars, ein Shooter, bei dem die Beats die Munition sind. Das Spiel ist noch in der Beta und wurde ebenfalls über Kickstarter finanziert. Kostenfrei und sehr witzig ist Ninja Hero Cats. In diesem Spiel steuert man Ninja Katzen, die gegen Flammen und andere Wesen kämpfen müssen. In meinen Spiele-Tests bin ich aber auch auf Spiele gestossen, die leider ruckeln. So ist Shadowgun zwar spielbar, aber kämpft mit leichten Rucklern.

Die Auswahl an Spielen wächst stetig, darunter gibt es auch tolle exklusive Titel. Dagegen ist die Auswahl der Apps leider etwas mau. Es gibt keine Youtube-App, aber dafür Vimeo und Twitch. Weiterhin gibt es noch einige Emulatoren, aber wichtige Apps vermisst man. Wenigstens XMBC und VLC gibt es – Filme schauen mit der OUYA ist also kein Problem. Der Browser läuft alles andere als flüssig und Webseiten werden zwar schön dargestellt, aber es ruckelt an allen Ecken. Zum surfen ist hier die OUYA nicht so sehr geeignet, es sei denn es gibt einen alternativen Browser, den ich nicht gefunden habe.

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Bevor ich zum Fazit komme, noch etwas zur Technik. In der Konsole selbst werkelt ein Tegra 3 Quad-Core Prozessor. Die Konsole verfügbt über 8 GB internen Flash-Speicher und 1 GB Ram. Sie besitzt WLAN, Bluetooth, HDMI, einen Ethernet-Anschluss und einen USB 2.0 Anschluss für beispielsweise USB-Sticks. Die OUYA ist echt klein und kann ganz leicht überall mit hin genommen werden.

Der Kabellose Controller, welcher sich an den Xbox-Controller orientiert, hat zwei Analogsticks, ein d-pad, acht Aktionstasten, eine Systemtaste in der Mitte und ein Touchpad (ebenfalls mittig). Anders als erwartet liegt er gut in der Hand und fühlt sich bis auf die Schultertasten sehr wertig an. Die Schultertasten klappern leider etwas, was ich aber beim spielen nicht störend finde.

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Fazit

Die Sorge war groß, dass mich diese kleine Konsole enttäuschen wird. Aber sie macht Spaß und das nicht zu knapp. Auch Emulatoren-Fans kommen bei der OUYA auf ihre Kosten. So vereint die OUYA NES, SNES, GB, GBC, GBA, N64, PSX, NDS uva. auf einem Gerät. Auch viele Spiele aus dem Store sind gelungen. Und wer es echt wissen will, installiert sich den Google Play Store oder den Amazon App Shop. Das ist über Umwege möglich und bietet einem noch mehr Möglichkeiten.

Für Core- Gamer aktueller Titel taugt sie natürlich nicht, aber sie ist auch keine Konkurrenz zu PS4 und Xbox One – und war nie als solche gedacht. Aber wer ein Freund von Indie-Spielen ist, kauft mit der OUYA nichts Falsches. Und davon findet man im Store echt viele.

Der Preis von 119 Euro ist fair und gerne gebe ich dieser Konsole verdiente vier Sterne.

3 Kommentare

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Zur OUYA: Ich werde mich definitiv weiter mit der Konsole beschäftigen und auch Spiele für Euch testen. Zudem wage ich einen Einblick in die Emulatoren-Vielfalt und schaue mir mal an, was mit anderen Stores möglich ist.

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