Test: The LEGO Movie Videogame (PS4)

TT Games sollte es besser können, aber scheinbar will man einfach nur der Regel treu bleiben Spiele zu Filmen taugen nichts. Und so hat man sich nach dem wirklich sehr tollen LEGO Der Hobbit hier einfach keine Mühe gegeben.

Und da beginne ich auch direkt mit dem, was mich am meisten gestört hat: Die Synchro und Musik. Beides ein absoluter Graus. Ich frage mich ob Warner kein Bock hat, die Lizenzen zu teuer oder einfach nur schnell ein Spiel zu einem Film auskacken wollte. Und kacke ist die Synchro absolut. Da geht der Witz absolut verloren. Lord Business klingt lange nicht so lustig wie sein Vorbild aus dem Vorbild. Emmets Stimme ist noch akzeptabel und Bad Cops Sprecher leistet auch noch gute Arbeit. Die Stimme von Vitruvius ist unglaubwürdig. Zudem hört man viele Sprecher öfter als einem lieb ist. Auch in den Sequenzen, die man aus dem Film genommen hat, hat man sich keine Mühe bei der Synchro gegeben. Sound-Effekte hat man sich gleich gespart und so klingen Sprecher so als stünden sie im Studio und leisten unglaublich schlechte Arbeit. Das Lied „Hier ist alles super“ ertönt überall in Englisch. Zudem sagen auch die Sprecher „Everything is awesome“. Sie nutzen bewusst den englischen Lied-Titel, warum auch immer.

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Kommen wir aber zum Spiel, denn eigentlich ist das Spiel sonicht schlecht, denn es beinhaltet die aus LEGO-Spielen bekannten Elemente. Aber die Synchronisation und die Mühe, die man sich nicht gegeben hat, beim Sound allgemein macht das Spiel echt überwiegend kaputt. Kinder, die den Film gesehen haben, fehlt der Bezug, der Witz und das deutsche Lied. Ansonsten beinhaltet das Spiel nichts Neues. Ich würde sogar behaupten gegenüber LEGO Der Hobbit ist es ein Rückschritt, denn die Kameraführung ist hier nicht wirklich gelungen. Zudem sind die HUB-Welten meiner Meinung nach viel zu klein und das Spiel erinnert eher an die alten LEGO-Spiele wie Harry Potter oder Fluch der Karibik. Die offene, große Welt fehlt einfach.

Während Filmsequenzen laufen ist die Share-Funktion blockiert, was aber nicht schlimm ist, denn Schlüsselszenen fehlen und die Synchronisation ist echt beschissen. Wo der Film (hier geht es zur Rezension) alles richtig macht, wird genau das, was den Film ausgemacht hat, in dem Spiel alles zerstört. Die alte Engine mag man noch verzeihen, denn die erfüllt für LEGO-Spiele noch durchaus ihren Zweck, aber das akustische Desaster will ich Warner nicht verzeihen. Warner mag dem nicht viel Bedeutung messen, aber Fans wie ich strafen es ab – mit eben so einer Rezension und Kaufwarnung: Also tut euch dieses Spiel nicht an. Ihr verpasst nichts.

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Fazit

Hier hat Warner mit TT Games alles versaut. Die Synchro, die Musik, die Sounds – das alles hat man verkackt. Kinder, die den Film gesehen haben, fehlt somit der Bezug, der Witz und das Lied. In Szenen in denen man im Film gelacht hat, sitzt man hier nur peinlich berührt vor grausigen Sprechern, an denen Warner mal wieder geizig gespart hat. Wieso hat man nicht das Problem gelöst wie bei LEGO Der Hobbit und die Tonspur des Filmes genutzt? Zu wenig Zeit? War das Spiel nur ein Nebenprojekt von TT Games?

Hier sollte man echt warten bis man das Spiel für die Konsole für nicht mehr als 20 Euro bekommt. Wer die PC-Version möchte sollte sich einen günstigen Key kaufen – aber auch hier würde ich niemals mehr als 10 Euro ausgeben wollen.

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