Test: Godfire – Path of Prometheus (iOS)

Wer sich das Logo und das Spiel anschaut erkennt eigentlich eine verblüffende Ähnlichkeit zu einer erfolgreichen Playstation-Reihe. Gemeint ist natürlich God of War und das Spiel Godfire ist definitiv sein Klon für iOS-Geräte.

Wenn man vom klonen erfolgreicher Spiele für iOS oder Android spricht, wird eigentlich Gameloft am meisten genannt. Das Spiel Godfire hat allerdings mit Gameloft nichts zu tun, sondern stammt von Vivid Games. Diese haben auch schon das wirklich tolle Box-Spiel Real Boxing HD für IOS herausgebracht, welches grafisch absolut hochwertig ausgesehen hat. Auch bei Godfire präsentiert man eine wirklich tolle Grafikpracht. Es ist doch immer wieder faszinierend, wie sehr sich das spielen auf mobilen Geräten verändert hat. Dieses Spiel weiß auf jeden Fall zu beeindrucken. Die Grafik ist gut, allerdings nicht ganz wie auf den Screenshots vom Hersteller.

Das Problem bei solchen grafischen Highlights ist leider meistens, dass andere Dinge auf der Strecke bleiben. So auch bei Godfire, denn das Spielprinzip wiederholt sich meist und die Gegnerhorden sind oft die selben. Die Endbosse sind da schon gelungener. Die Steuerung in den Kämpfen ist leider zudem manchmal sehr nervig. Man hat keinerlei Einfluss darauf wen man jetzt angreift. Mal ist es der, dann der. Zudem wirken Kämpfe sehr schwerfällig und nicht so flüssig und actionreich wie bei God of War. Die Level sind sehr schlauchig. Hier und da gibt es mal eine Kiste, aber das war es auch schon. Der Hauptteil besteht aus kämpfen. Zwischendurch gibt es auch mal kleine Mini-Rätsel, die allerdings lächerlich einfach gestalten worden sind.

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Leider etwas zu kurz ist die Spielzeit. Für sieben Kapitel brauchte ich knapp 2 Stunden. Kapitel 8 und 9 sind bereits angekündigt. Das Abenteuer geht also weiter und preislich, trotz In-App Käufe die man nicht nutzen muss, ist das dann schon fair. Zudem gibt es drei Modi: Mitte, Schwer und Heroisch. Und mit denen kann man sich ja auch nochmal ordentlich die Zeit vertreiben und seinen Charakter im Arsenal verbessern. Weiterhin gibt es einen Überlebens-Modus, in dem so viele Monsterwellen wie möglich überleben müssen. Übrigens: Stirbt man einmal im Spiel kann man sich wiederbeleben. Das kostet allerdings eine Kleinigkeit virtueller Währung und kann nur bis vier mal wiederholt werden.

Wie auch bei God of War bringen tote Monster neue Energie. Durch rechtzeitiges blocken sammelt zudem Zorn und kann so Schnetzeln. Taucht ein Totenkopf auf kann man einen schönen Finish hinlegen, die allerdings gegen das abreißen eines Kopfes in God of War eher langweilig und unblutig wirken. Im weiteren Verlauf steigt man im Level und kann so seine Gesundheit, Zorn, Angriff und Verteidigung verbessern. Zudem kann man sich neue Rüstung und Doppel-Schwerter kaufen.

Sehr gelungen sind die Soundeffekte verlangen und der Soundtrack. Über Kopfhörer oder einer guten Anlage erlebt man wirklich Kino-Feeling. Gesprochen wird allerdings in Englisch und leider ohne Untertitel. Die Menüs sind dafür komplett deutsch lokalisiert.

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Fazit

Das Spiel ist ein netter God of War Klon. Auch wenn die Entwickler das sicher anders sehen, ist die Orientierung deutlich erkennbar. Aber schlecht ist es dafür nicht. Die Grafik sieht klasse aus, im Gameplay schwächelt es allerdings etwas. Der Soundtrack und die Soundeffekte sind klasse.

Der Preis ist human. Knapp sechs Euro soll das Spiel kosten. Dafür bekommt man aber ein schönes Hack & Slay, welches auch in Zukunft noch ein paar neue Kapitel und Updates genießen wird.

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