Test: Destiny (PS4)

Kaum ein Spiel wurde so gehypet in letzter Zeit wie Destiny. Und Bungie, bekannt durch die Halo-Reihe, versprach Großes. Und obwohl mir die Alpha überhaupt nicht zugesagt hat, habe ich dem Spiel eine Chance gegeben, da es ja eigentlich nur eine Alpha gewesen ist, doch wie ihr glaube ich schon am Wertungskasten seht hat auch das Endprodukt nicht überzeugen können. Und das obwohl sich nahezu jedes Magazin und jede Seite vom Hype mitreissen liess. Sogar Seiten wie Golem waren dem Hype so erlegen, dass sie die Vorversion noch ganz super fanden und dann selbiges in der Endversion kritisiert haben.

Doch warum ist das so? Destiny ist sicherlich kein schlechtes Spiel. Mit Freunden kann das Spiel durchaus bedingt Spaß machen, aber es mangelt dem Spiel an vielen Dingen, die es zu einem noch besseren Spiel machen würden. Man merkt halt deutlich, dass in Destiny einiges an Halo steckt.

Die Level sind recht klein und durch die schlechte Story entsteht leider kein Fluss und vor allen Dinge keine Motivation. Es gibt zwar eine Story, die versteht man später schon gar nicht mehr oder interessiert sich nicht mal mehr dafür, da sie sich auch in keinster Weise spannend präsentiert. Die drei Charaktere unterscheiden sich im Gameplay fast gar nicht. Egal ob Warlock, Jäger oder Titan. Es macht keinen Unterschied im Gameplay. Alle können mit allen Waffen und Items gleich gut umgehen.

Immer wieder werden Gegenden neu recyclet und man fragt sich manchmal: „War ich schon mal hier?“. Aber nicht nur in der Grösse sind die Levels recht klein, sondern auch absolut leblos. Alles steht wie angeklebt in der Welt herum. Es gibt keinerlei Zerstörungsmöglichkeiten. Selbst Schusslöcher sucht man vergebens. Gerümpel klebt auf dem Boden, man kann nichts weg schiessen. Auch Pflanzen, die sich im Wind wiegen oder zufällig Herumlaufende Tiere sucht man vergebens. Das motiviert natürlich kaum die Gegenden zu erkunden. Man würde auch sowieso nichts finden, ausser die immer selben spawnenden Gegner, wie man es schon aus Borderlands kennt. Und auch Gegner sucht man vergebens, da PvP nur in eigenen Gebieten möglich ist. Auch die Kommunikation mit anderen Spielern ist Mangelware.

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Diese Kommunikationsarmut wirkt sich natürlich auch auf den MMO-Anteil aus. Selbst im Turm, der Haupt-Treffpunkt und Gebiet, wo man letztendlich seine Quests abgibt, findet keine Interaktion mit anderen Spielern statt. Wer erinnert sich an World of Warcraft und den Handelschat und anderen Kanälen wo einfach mehr Kommunikation mehr statt gefunden hat.

Auch die Charakterentwicklung ist weit entfernt von einem richtigen MMO. Man levelt zwar hoch und bekommt auch neue Fähigkeiten, kann auch Waffen leveln und Fähigkeiten erwerben und verteilen, aber das war es dann auch schon. Sich richtig mit dem Charakter auseinander setzen muss man sich nicht.

Und auch die Intelligenz der Gegner ist absolute Mangelware. Diese laufen wie dumme Hühner im Gefecht herum und besitzen keinerlei taktische Tiefe. Eigentlich benehmen sie sich wie die dummen Gegner aus Halo, kommen kurz aus der Deckung hevor und schiessen ein paar Mal und verkrümeln sich danach wieder. Zu versuchen zu flankieren oder taktische Manöver auszuführen macht die KI nicht. Man kann auch einfach auf die Gegner zulaufen und ihnen gepflegt mit der Faust eine geben. Das zieht ihnen ordentlich an Energie ab.

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Einen Mutliplayer gibt es in Destiny auch, auch wenn alles auf eine nicht vorhandene Online-Erfahrung ausgelegt sein soll. Dort gibt es verschiedene Modi, die man auch aus anderen Spielen kennt wie Team Deathmatch, Jeder gegen Jeden oder das einnehmen von Basen. In diesen Matches kann man Erfahrung, aber auch Belohnungen erhalten. Die Spieler sind aus jedem Levelbereich und haben natürlich dementsprechend bessere Waffen, was den Spaß etwas trübt, auch wenn das Level in den Matches keinerlei Bedeutung hat. Die Waffen reichen dennoch aus, um erstmal ordentlich als Low-Level einen vor den Latz zu bekommen.

Zu guter letzt ist da noch die Grafik und der Sound. Die Grafik ist nicht schlecht, allerdings wirkt alles nahezu gleich, detail- und zu abwechslungsarm, um als NextGen-Experience durch zu gehen. Musik gibt es in dem Spiel auch. Die ist aber sowas von belanglos und kann sich mit Soundtracks wie Halo 3 in keinster Silbe messen. Der Sound ist in Ordnung, wenn auch die Waffen sehr nach Halo klingen und sich auch so anfühlen. Die Synchro ist leider nicht gut gewählt. Bei einem so gehypeten Spiel erwarte ich Hollywood-Stimmen ujnd eine gute Synchronisation.

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Fazit

Destiny wurde gehypet ohne Ende und man hätte skeptisch werden müssen. Aber die Skepsis gab es auch in Form von Posts in Foren oder auf Facebook. Trotzdem wurde es gekauft und ich bin ehrlich enttäuscht.

Die Story ist sowas von flach und langweilig. Und auch das Gameplay ist reine Schiessbuden-Action, wie man sie schon aus Halo kennt. Es gibt keine Innovationen, nur die Illusion, die uns Bungie versucht hat die ganze Zeit zu verkaufen. Es gibt keinerlei neue Erfahrungen und auch grafisch ist das Spiel nicht unbedingt ein Leckerbissen. Die Welten sind leblos und kahl. Alles steht steif in der Gegend rum, sicherlich auf Kosten der Performance, aber dennoch wirkt das sehr langweilig.

Destiny will viel sein, ist aber fast gar nichts in den ganzen Trailer gezeigten Wunschvorstellungen der Entwickler.

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