Kategorien
Tests

Test: Garmin Vívofit

Mit dem Vívofit hat Garmin den ersten Versuch gestartet im Markt der Fitnesstracker Fuß zu fassen. Der Vorteil den das Vívofit bietet ist eindeutig das invertierte E-Ink-Display. Es zeigt entweder Schritte, Tagesziel, zurückgelegte Strecke und verbrauchte Kalorien auch das Datum und die Uhrzeit an. Interessant ist auch die Warnanzeige. Wenn man sich einige Zeit nicht bewegt, erscheint ein roter Balken am oberen Uhrenrand, der alle 15 Minuten wächst bis man sich wieder bewegt.

Im Dunkeln nicht gut munkeln

Leider lässt sich wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung das Display bei Dunkelheit nicht ablesen. Dieses fehlende Funktion dient genau wie der fehlende Vibrationsmotor oder eine Weckfunktion nur einem Grund: Akku sparen. Das Garmin Vívofit hält deshalb laut Herstellerangaben ein ganzes Jahr durch. Den Strom erhält es nicht über einen Akku, sondern über zwei austauschbare CR1632-Knopfzellen.

Zum umstellen zwischen Aktivitäts- und Schlafmodus muss die Taste am Vívofit nur kurz gedrückt werden auch kann mit dieser Taste in den Schlafmodus gewechselt werden um euren Schlaf aufzuzeichnen.

Das Vívofit besteht aus drei Teilen – dem eigentlichen Sensor mit Display, einem Armband (ein Ersatzarmband in kleinerer Größe liegt bei und alternative Armbänder stehen in 5 bunten Farben mit je 2 Größen zur Verfügung) und dem Bluetooth-Dongle zum Anschluss an den Rechner. Das Armband ist aus TPU-Material so dass das ganze Gerät mit nur knapp 26g recht bequem am Handgelenk getragen werden kann und muss auch zum Duschen oder bei Regen nicht abgenommen werden.

Das Garmin Vívofit kann mit einem optionalen Brustsensor auch die Herzfrequenz messen, auf dem Display anzeigen und den Verlauf speichern. Neben der Herzfrequenz in Schlägen pro Minute wird auch die persönliche Frequenzzone angezeigt. Die Einstellungen der Zonen kann über Garmin Connect erfolgen in das auch all eure Daten übertragen werden.

vivofit

Alles in der Cloud

Garmin Connect ist sozusagen eure „Schaltzentrale“ in der ihr alle gesammelten Daten einsehen könnt, nachdem ihr Sie übertragen habt. Neben dem täglichen Ziel sieht ihr auch eine Übersicht über den Wochenverlauf. In einer Art Stream bekommt ihr schön übersichtlich die Anzahl der Schritte oder euren Schalfrythmus angezeigt. Automatisch nehmt ihr dann auch an Challenges teil und bekommt für verschiedenste Schrittziele Trophäen die ihr auch direkt aus dem Portal mit euren Facebook oder Twitter Kontakten teilen könnt. Auch ist ein App für Android und iOS erhältlich in dem ihr die gleichen Daten sehen könnt. Schöner Nebeneffekt hier ist zugleich dass, wenn ihr einmal vergessen habt in den Schlaf-/Wachmodus zu wechseln, die Zeiten Einschlaf-/Aufwachzeit manuell nachttagen könnt.

Somit bietet das Garmin Vívofit all das was man von einem Fitnesstracker erwartet. Aber es gibt neben der fehlenden Hintergrundbeleuchtung noch ein weiteres Manko auf das ich kurz eingehen will – Der Verschluss wird nur mittels zwei Nasen in das Armband einclippt, was mir persönlich ein wenig Kopfzerbrechen macht, da ich durch diese Verschlussart bereits schon einmal ein Fitbit Flex verloren habe. Hier hat Garmin beim großen Bruder, dem Vivosmart ein wenig nachbessert.

vivofit2

Fazit

Das Garmin Vívofit ist ein einfacher Fitnesstracker. Auch das e-Ink Display bietet einen echten Mehrwert der sich ebenfalls in der Akkulaufzeit niederschlägt. Die Negativen Punkte sind durchaus zu verschmerzen bzw. durch kleinere Hilfsmittel wie z.B. den Bitbelt (http://bitbelt.com/) hoben werden können. Als großer Plus dagegen steht auf jeden fall die Lange Akkulaufzeit und die Verwendung von handelsüblichen CR1632-Knopfzellen die man mit ein wenig Fingerspitzengefühl auch selbst auswechseln kann. Die Knopfzellen gibt’s schon für 2-3 Euro bei amazon

Garmins UVP liegt bei 119 Euro. Im Moment bereits für unter 90 Euro und könnt dabei aus den Farben Schwarz, Grau, Lila, Blau und Grün wählen. Für das Set aus Armband und kompatiblem Herzfrequenzmesser legt ihr um die 110 Euro auf die Ladentheke, jeweils drei farbige Zusatzarmbänder in S oder L kosten im Paket 22 Euro.

Dieser Test wurde von Torsten Schmitt von Pixelaffe.de geschrieben – vielen Dank dafür!

Update 9.1.2015:

Garmin hat nun auf dieser Kritik mit dem Verschluss reagiert und bietet allen Käufern des vivofit den vivokeeper als kostenloses Zubehör an.

Der vivokeeper ist ein kleiner Kunststoffring, der um den Verschluss des Armbandes gelegt wird und so verhindert, dass ihr den Tracker verliert. der vivokeeper kann kostenlos bestellt werden. Dazu muss lediglich ein Online-Formular ausgefüllt werden.

Daher streichen wir den Punkt „Verschluss ist nicht richtig gesichert“ unter den negativen Aspekten. und Geben Garmin ein Extra-Sternchen für den Kundenservice

2 Antworten auf „Test: Garmin Vívofit“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.