Test: Telestar Digibit R1

Als Besitzer einer Sat-Anlage kennt man sicher das Problem: das Sat-Kabel ist nie da wo man es braucht. Möchte man die Anlage um weitere Teilnehmer erweitern muss man neue Kabel verlegen oder der Sat-Anschluß ist an der falschen Seite des Raumes. Letzteres ist mein Problem gewesen. Für verlegen unter dem Laminat war es zu spät und Kabel unter den Fußleisten verlegen ging auch nicht. Irgendwie kabellos übertragen dachte ich wäre super und so bin ich auf „Sat to Ip“ gestoßen. Diese relativ neue Technik erlaubt es Sat Signale über das Heimische Netzwerk zu verteilen.

Im Zuge meiner Recherchen bin auf den auf den Digibit R1 von Telestar gestoßen. Dieser kleine Router erlaubt es immerhin vier Teilernehmer gleichzeit zu bedienen. Leider besitzt er kein WLAN so das man entweder einen Netzwerkanschluß, Powerlan bzw Powerline oder einen WLAN Router anschließen muss. Gigabit Ethernet oder 450mbit WLAN ist bei mehreren Teilnehmen zu empfehlen da es sonst zu Bild Störungen kommen kann.

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Installation

Die Lieferung des Digibit R1 beinhaltet nur ein externes Netzteil und das Gerät selber dem Entsprechenden ist es auch schnell auf gebaut. Natürlich darf eine Anleitung nicht fehlen, aber diese sollte man besser direkt verbrennen, da sie mehr Verwirrung stiftet als Nutzen bringt.

Erstes Problem: die LEDs für die jeweiligen Tuner leuchten erst, wenn sie aktiv sind nicht und nicht wenn das Kabel angeschlossen ist. Daher weiß man erst ob ein Signal anliegt, wenn man einen Client drauf zugreifen lässt.

Zweites Problem: es sind keinerlei Senderlisten vorinstalliert. Diese soll man unter der in der Anleitung angegebenen Adresse finden. Leider ist das nicht so und die Suche auf der Herstellerseite brachte keinen Erfolg. Eher zufällig als ich die Firmware updaten wollte sah ich, dass die Dateien einfach mit in den Firmware Download gepackt wurden. Wer also das Gerät betreiben will, sollte erst mal das Firmware Update herunter laden, denn da ist alles dabei was benötigt wird.

Drittes Problem: man braucht einen USB-Stick, denn der Upload über das LAN Kabel dauert eine gefühlte Ewigkeit – zumindest war es bei mir so.

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In der Praxis

Hat man die Installation hinter sich und ist um ein paar Stunden seines Lebens beklaut worden, kann man sich über ein wirklich schönes Gerät freuen, was bei mir tadellos funktioniert. Leider kann ich aktuell nur per DLNA und nicht über das IP-TV zugreifen, so dass ich nicht Dienste wie EPG, Videotext usw. nutzen kann.

Mein Setup sieht übrigens wie folgt aus: Digibit R1 an die Fritzbox und dann per WLAN an den Rasberry Pi. Dieser greift per DLNA zu und dank XBMC kann ich die TV Fernbedienung nutzen wie am Fernseher gewohnt. Leider benötig man die Codec Lizenzen sonst bleibt das Bild schwarz. Mal schauen wie es mit einem richtigen Sat>Ip Receiver ist. Ein Update wird dann auf jeden Fall folgen.

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Fazit

Nach anfänglichen Frust bin ich begeistert und bei dem Preis kann man nicht meckern. UVP sind übrigens 199 Euro, aber bei Amazon bekommt man den Digibit R1 schon für ca. 130 Euro. Ein super Preis wie ich finde.

Ich möchte vor allem den Komfort nicht mehr missen mit jedem Erdenklichen Gerät ob Tablet, TV, PC, Laptop, Spielekonsole oder Rasberry Pi Sat-Fernsehen zu gucken. Von mir defintive Kaufempfehlung.

Dieser Test wurde von Michael Haller geschrieben – vielen Dank!

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