New York Woche: Tag 2 und die Füsse glühen

Unser heutiges Ziel war die Freiheitsstatue, die ich nur aus Filmen und Fernsehen gekannt habe. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg und nach 45 Minuten und nicht mal erreichen der Hälfte der Strecke sah ich dann ein, dass der Weg doch sehr weit vom Hotel zum Dock der Schiffe ist. Auf dem Navi sieht aber auch alles immer so klein aus. Nach einer kurzen Quängelei meinem Mitflieger gegenüber erhob ich meine Hand gen Himmel und konnte so ein Taxi herbei rufen, wie ich es schon oft in Filmen gesehen habe. Es funktioniert tatsächlich. Darauf achten sollte man, dass bei dem Taxi die Lampe auf dem Dachen an ist. Das heisst es ist leer. Das Taxi fuhr uns dann zum Dock der Statue Cruises und dort mussten wir vor dem Boot fahren wie am Flughafen durch Scanner gehen. Auch unsere Sachen wurden durchleuchtet. Die Bootsfahrt entschädigte dies aber und es war ein absoluter Traum New York mal aus der Perspektive zu sehen.

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Kleiner als gedacht

Nach der Bootstour auf Liberty Islands angekommen wurden wir erneut durchleuchtet und mussten unsere Rücksäcke in ein Fach für 2 USD legen. Gekostet hat uns der Besuch der Freiheitsstatue übrigens 18 US-Dollar inklusive der Fahrten mit der Fähre. Bei diesem Besuch war der Preis absolut gerechtfertigt und fair, denn die Statue von so nahem zu sehen und sie sogar betreten zu dürfen war ein tolles Erlebnis, was bei keinem New York Besuch fehlen sollte. Das Wetter spielte auch heute wieder super mit, so das ich tolle Video- und Fotoaufnahmen machen konnte. Ein Ranger hat uns dann noch etwas zur Statue erklärt, wer sie gebaut hat und durch Glasscheiben konnten wir auch das Gerüst der Statue betrachten. Ein wirklich tolles Erlebnis, wobei ich sie mir grösser vorgestellt habe.

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Ground Zero

Danach haben wir zuerst die Wallstreet und danach einen Ort besucht, den wir alle kennen und dessen Zerstörung wir im Fernsehen mit Schrecken verfolgt haben: der Ort an dem einst das World Trade Center stand und heute das 911 Memorial ist. Dort wo einst die Gebäude standen, sind nun zwei Brunnen, dessen Ende man nicht erblicken kann. Drumherum sind Gedenktafeln der Opfer, in dessen Namen man auch Rosen stecken konnte. Direkt bemerkbar in dem Bereich macht sich die erhöhte Polizei-Präsenz. Ich schaue mir die Tafeln an  und die Brunnen, schweige jedoch die ganze Zeit. Allgemein ist es an diesem Ort sehr still. Man kann bei dem Anblick der Schluchten gar nicht glauben, dass hier einst zwei Gebäude gestanden haben. Auch die umliegenden Gebäude nagen noch immer an der Zerstörung. Viele Läden sind leer, viele Gebäude haben noch sichtbare Schäden. Das Museum haben wir nicht besucht, aber die riesigen Stahlträger vom Gebäude im Museum durch ein Fenster sehen können.

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New York als Lernprozess

Nach der Rückkehr haben wir uns dann mal mit dem Subway vertraut gemacht und uns eine Metro Card (aufladbare Geldkarte) besorgt. Für nur 2,50 USD konnten wir so vom Dock in Hotelnähe fahren. Auch hier haben wir wieder gelernt, dass man sich doch günstiger fortbewegen kann, als immer nur mit dem Taxi. Und hier merken, dass New York ein absoluter Lernprozess ist, wenn man so gut (hust) vorbereitet ist wie wir es sind. Man lernt immer dazu und da man nie nur einmal im Leben nach New York fliegt, weiss man dann für das nächste Mal alles besser.

Die Pause im Hotel, die wir dann genutzt haben, war übrigens auch bitter nötig, da mein iPhone herum gesponnen hat und ich so noch vom Hotel aus den amerikanischen Apple Support anrufen konnte. Der hat mir ein paar Tipps gegeben und ich hoffe, dass der Akku nun nicht mehr herum spinnt. Ansonsten müsste ich noch den Apple Store hier besuchen um mir helfen zu lassen. Daher gibt es vom Rest des Tages leider keine Fotos mehr, wobei das auch nicht so wichtig ist, da wir nur herum gelaufen sind um uns Geschäfte anzuschauen, die wir auf der Liste hatten. Darunter auch den Elektronikladen BH, welcher ein riesiges Sortiment hat. Und ich meine wirklich riesig. Auf jede Abteilungen kommen knapp fünf oder mehr Berater und es gibt mindestens dreissig Kassen, die alle besetzt sind. Einfach der absolute Wahnsinn auch wie freundlich alle sind und sich Zeit für den Kunden nehmen. Zudem eine saubere Gaste-Toilette – alleine sowas bieten unsere Elektronik-Riesen nicht mal an.

Danach, es ist schon früher Abend, sind wir dann der Bücherkette Barnes & Noble hinterher gelaufen, dessen Filialen alle zu hatten. Danach taten uns die Füsse weh und wir sind ins Hotel gegangen, wo wir den Abend ausklingen lassen werden. Die Füsse müssen einfach ihre verdiente Pause haben.

nyt

Fazit

May we never Forget – Mögen wir niemals vergessen. Das beschreibt diesen heutigen Tag sehr gut. Ich werde ihn nicht vergessen. Er hat mich nachdenklich gemacht und bewegt. Ich habe zwei Dinge besucht: Den einen, der für Freiheit steht und einen anderen, in dem Menschen ihrer Freiheit auf kranke Art und Weise beraubt worden sind. Das werde ich auf keinen Fall vergessen.

Die New York Woche wurde dank HLX.com ermöglicht – besucht die Webseite mal. Dort findet ihr richtig gute Reiseangebote, wie auch mein New York Angebot inklusive Hotel und Flug.

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