Test: Nvidia Shield Tablet mit Controller

Es ist eines der wirklich coolsten Konzepte, die ich bisher so an Tablets hatte und obwohl ich mich letztendlich entschieden habe das Produkt zu behalten, finde ich ist dieses Tablet ideal für Gamer und Lets Player. Zwar hat das Gerät schon ein paar Monate auf seinem Buckel, braucht sich aber in Sachen Leistung nicht vor anderen Tablets zu verstecken. Die Rede ist vom Nvidia Shield Tablet, welches sich absolut an Spieler richtet.

Nvidia Shield ausgepackt

In meinem Video packe ich auch dieses Gerät aus und zeige euch in einem Hands-On wie viel Spass mir das Gerät gemacht hat.

Nvidia Shield Tablet Unboxing & Hands-On German Deutsch Full HD

Wie ihr seht funktioniert das spielen sehr gut. Hier glaenzt das Nvidia Shield Tablet absolut dank seiner starken Hardware. Auch das spielen am Fernseher klappte problemlos und ruckelfrei. Aber auch ohne Fernseher liefert das Display ein tolles Bild mit kräftigen Farben und einer erstaunlich guten Schwarz-Darstellung. Dank der Frontboxen ist der Sound ebenfalls einwandfrei.

Der Tegra K1 Prozessor leistet hier wirklich sehr gute Arbeit. Die Benchmarks anderer Webseiten zeigen deutlich, dass das Gerät zwar langsamer als das iPad Air 2 ist, aber dafür immer noch das schnellste Tablet in Sachen GPU unter den Androiden.  Zudem unterstützt der Tegra K1 OpenGL4.4. Somit sind direkte Ports vom PC möglich, die es auch bereits gibt. Trine 2 ist vorinstalliert und Portal sowie Half-Life gibt es aktuell kostenlos beim Kauf dazu. Die Grafik bei diesen Titeln ist sowohl auf dem Display als auch am Fernseher einfach der Hammer. An exklusiven Titeln mangelt es allerdings, dafür unterstützen sehr viele Spiele den Controller.

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Die Hardware

Im Inneren des Shield-Tablets werkelt der Tegra-K1-SoC (System-on-a-Chip), welcher vier Rechenkerne mit jeweils 2,2 GHz Taktfrequenz sowie einen Companion Core mit 1,0 GHz vereint. Der sogenannte Companion Core kommt dann zum Einsatz wenn man zum Beispiel nur surft oder weniger anspruchsvolle Aufgaben mit dem Tablet macht.

Für die Grafik nutzt das Tablet eine 900 MHz getaktete Kepler-GPU mit 192 Kernen (CUDA-Cores). Dazu gesellen sich 2 GByte Arbeitsspeicher, 16 bis 32 GByte integrierter Flash-Speicher, ein MicroSD-Slot, ein HDMI-Port und das 8 Zoll große 16:10-Display (1.920 x 1.200 Pixel) IPS-Panel. Letzteres spiegelt leider enorm, was bei Helligkeit den Spass etwas trübt. WLAN (802.11n 2×2 Mimo 2,4 GHz und 5 GHz WLAN) und Bluetooth 4.0 LE sind ebenfalls an Board.

Das Tablet verfügt zudem über zwei Front-Lautsprecher (Grosser Pluspunkt), einen Mini-HDMI, Micro-USB und 3,5 mm Stereo-Kopfhöreranschluss mit Mikrofonunterstützung. Vorne und hinten hat das Tablet eine 5 MP HDR Autofokus Kamera. Zudem steckt ein Stylus an der Oberseite im Gehäuse, der wirklich sehr gut mit den jeweiligen Apps funktioniert.

Display und Tegra K1 spielen hier wirklich ausgezeichnet zusammen. Besonders bei den für Nvidias Tegra-CPU angepassten Spielen sieht das wirklich sehr gut aus und funktioniert nahezu ruckelfrei. Dies geschieht aber wirklich nur dann, wenn sich die Spiele-Entwickler auch Mühe bei der Umsetzung gegeben haben. Testen konnte ich dank Gutschein Half-Life, Portal, Trine 2 und auch andere Spiele wie Asphalt. Besonders die Titel, die man auch auf anderen Tablets spielen kann, sahen auf einem Tablet nie schöner aus.

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Absolutes Gamer-Android

Nach vielen Updates, die ich nach dem auspacken durchmachen musste, hat man dann ein schönes Gamer-Android 5.0. Dieses wird mit ein paar Apps von Nvidia ergänzt und liefert direkt Twitch-Support mit. Das Interface ist hierbei simpel und sehr uebersichtlich und das Streamen läuft fluessig von der Hand. Aber nicht nur Streamer kommen auf ihre Kosten, denn auch Lets Player an sich können mit dem Gerät Gameplay aufzeichnen. Wie auch bei Twitch kann man sein Aufnahme-Layout seinen Bedürfnissen anpassen. Hier lassen sich die Videoqualität, Bildschirmorientierung, Anzeige des Aufnahmestatus, Länge des Videos, Mikrofonempfindlichkeit und auch das Layout der Aufnahme einstellen. Man kann sich sogar direkt selbst mit der Frontkamera aufnehmen. Was will man als Lets Player mehr?

Weiterhin kann man PC Spiele über das Tablet streamen. Habt ihr also eine Nvidia Grafikkarte könnt ihr PC-Spiele streamen und so euer Spiel auf dem Sofa oder Fernseher weiter spielen. Nur die WLAN Verbindung sollte auch hier schnell und gut sein. Aber das fordert das Tablet nicht nur beim lokalen Streaming sondern auch bei GRID. Dort sollten es schon 10-15 Mbit sein, die eure Leitung leisten kann.

Schliesst man das Tablet an den TV an, wird man gefragt ob man das Tablet spiegeln möchte oder den Konsolenmodus bemühen will. Bei letzterer Auswahl schaltet das Display ab und ihr habt eine richtige kleine Android-Konsole mit der ihr eine Menge spielen und anstellen könnt. Die Konsole kann sogar 4K-Inhalte auf eurem Fernseher wiedergeben.

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Der Controller

Apropos Controller: Neben dem Eingabestift gibt es auch noch den Controller als Eingabemöglichkeit. Dieser ist wirklich gut durchdacht und bietet eigentlich alles was man benötigt. Angelehnt ist er vom Design her am Xbox-Controller, bei der Verteilung der Button und Analog-Sticks hat man sich allerdings an der Playstation orientiert. Ein Hybride beider Konsolen sozusagen. Weiterhin bietet er einen Micro-USB Anschluss zum aufladen und updaten, sowie einen Headset Anschluss, aber auch schon direkt ein eingebautes Mikrofon. Weiterhin einen Touchpad-Bereich wie bei der Playstation, die Android- und Lautstärke-Buttons.

Der Controller verwendet übrigens eine spezielle Wi-Fi Direct Verbindung, die mehr Leistung und extrem geringe Latenz im Vergleich zu herkömmlichen Bluetooth-Controllern liefert.

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Akku und WLAN als Schwachstelle

Wo Licht da auch Schatten und so wurde an zwei Dingen leider echt gespart. Zum einen hat das Gerät ein grausames WLAN-Modul. Der Empfang wird desto weiter man vom Router sich entfernt schlechter. Und das nicht minimal. Wo ich mit dem iPad Air 2 im Schlafzimmer noch volle Balken habe, ist beim Shield Tablet nur das halbe WLAN Symbol zu sehen. GRID Gaming ist da schon nicht mehr möglich.

Ein weiterer Schwachpunkt ist der Akku. Vor allem bei Half Life oder Portal war der Akku nach 2 bis 3 Stunden schon mal leer. Auch unter normaler Verwendung des Tablets kommt man eher schwer ueber den Tag hinweg.

Und auch trotz vieler Updates und den mittlerweile verfügbaren 5 Ghz-Support sind beide Mängel immer noch vertreten und trüben den Spass am Gerät.

Cloud-Gaming nicht in Deutschland

Ein weiterer Minuspunkt ist, dass Nvidia es noch immer nicht geschafft hat GRID in Deutschland an den Start zu kriegen. So bleibt dem Besitzer des Tablets nur übrig zu warten oder sich eine VPN zu nehmen.

Mit meiner Anleitung zeige ich euch aber sehr gut, wie ihr problemlos schon jetzt in den Genuss von Grid kommt. Und von Genuss kann man hier auf jeden Fall sprechen, denn das Ganze funktioniert trotz VPN wirklich sehr gut. Und zwar besser als die Streaming-Funktion von Sonys Playstation TV.

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Fazit

Das Nvidia Shield ist das ideale Tablet für den Gamer und Lets Player. Man kann nicht nur beim spielen aufzeichnen, sondern auf Wunsch auch direkt über Twitch streamen.

Nach vielen Jahren iPad und vieler anderer Tablets, die ich in meiner Hand hatte, ist das Nvidia Shield neben dem Cat Helix (Testbericht) ein Tablet, was ich nicht mehr wieder her geben möchte. Es sei denn es folgt ein Nachfolger. Bis das aber soweit ist bleibt das Shield die erste Wahl für Gamer.

Und seit Lollipop (Android 5.0) läuft es nochmal viel flüssiger. Mit dem Shield-Controller und dem eingebauten Touchpad, sowie HDMI Anschluss, macht zocken vom Sofa aus ebenfalls eine Menge Spass. Hierfür bietet Nvidia direkt einen Konsolenmodus.

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