Test: God of War 3 Remastered (PS4)

Lang ist es her, dass ein neues Spiel mit dem Helden Kratos den Einzug in die Regale der Läden und Online-Versender gefunden hat – um genau zu sein fünf Jahre. Und nun endlich darf Kratos seinen Rachedurst erneut stillen. Leider nicht in einem neuen Abenteuer, aber im dritten Teil. Das alles im feinsten HD (1080p und 60 FPS) , eben Remastered wie Sony verspricht. Ob Sony allerdings mit Besitzern der Playstation 3 wirklich eine Freude machen, erfahrt ihr in diesem Test.

Was ich direkt vermisse ist eine Erzählung der vorigen Ereignisse. Denn Neulinge werden es schwer haben auch die Zusammenhänge zu verstehen. Daher hätte ich mir ein „Was bisher geschah…“ einfach gewünscht. Denn die vorigen Teile gibt es auf der Playstation 4 nicht und Neulinge werden sich schwer tun.

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God of War 4 in Entwicklung

Als der dritte Teil vor fünf Jahren erschien, wurde es als Kratos letzter Kampf betitelt. Heute wissen wir, dass ein vierter Teil bereits in der Entwicklung ist und der Kampaf weiter zu gehen scheint. Dennoch erkläre ich gerne worum es im dritten Teil geht:

Kratos Ziel ist zum Greifen nahe. Mit Titanen im Verbund erklimmt er den Olymp, Festung und Heimat der Götter. Doch Zeus weiß sich zu wehren und schleudert Kratos in den Hades. Dort kämpft er sich bis zum Gott der Unterwelt vor. Und da der Weg zu Zeus noch weit ist, sind erst mal die anderen Götter an der Reihe Kratos Rache zu spüren. Und das diese Rache und dieser Blutdurst genauso brutal wirkt, wie damals, sollte jedem, der die Spiele gespielt hat, klar sein. So wird an Blut und Brutalität auch in der Neuauflage nicht gegeizt. Man erlebt das Spiel genauso wie damals: brutal, blutig und voller Kämpfe. Denn der Name ist hier weiterhin Programm. So wird in dem Spiel die meiste Zeit gekämpft.

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Steuerung perfekt für Dualshock

Womit man sich direkt zurecht findet ist die Steuerung. Diese ist optimal für das Dualshock angepasst. Kratos selbst wird mit dem linken Stick bewegt, Ausweichmanöver führen wir mit dem rechten Stick aus. Mit Viereck verteilen wir leichte und mit Dreieck schwere Angriffe. Mit dem Kreis-Button können Gegner gegriffen und als Rammbock genutzt werden. Und mit Verbindung der L1-Taste (Blocken) können wir Gegner sogar zu uns ziehen. Mit dem Steuerkreuz können Waffen gewechselt werden. Diese werden im Laufe des Spieles gesammelt. Das alles wird durch die sogenannten Kombos noch weitaus spannender, denn hier gilt es noch die Tasten in richtiger Reihenfolge zu drücken. Das alles klingt kompliziert, ist es aber auf keinen Fall. Die Steuerung ist auch für Einsteiger schnell zu verstehen.

Etwas herausfordernder sind die Boss-Kämpfe, in denen Kratos zum Beispiel gegen die Götter selbst kämpfen muss. Die Bosse haben alle unterschiedliche Angriffs-Muster und Fähigkeiten. Belohnt wird man am Ende mit einem schönen Quicktime-Event. Wobei ich echt kein Fan dieser Events bin, aber hier treten sie nicht so unverschämt oft auf wie in anderen Spielen. Weiterer Bestandteil sind Rätsel und Geschicklichkeits-Passagen. Zudem sind überall Truhen verteilt, welche einem helfen Verbesserungen zu „kaufen“.

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Was hat sich nun geändert?

Viele fragen sich denn: Was hat sich denn nun geändert und lohnt sich der erneute Kauf der Version, wenn ich den dritten Teil der Kratos-Saga schon auf der Playstation 3 durchgespielt habe. Ich würde mal sagen: Jein!

Fakt ist, dass die Playstation 3 Version schon absolut super ausgesehen hat. In der Playstation 4 Version haben wir nun 1080p und 60 Frames pro Sekunde. Und wer sich Vergleichsvideos ansieht, wird kaum Unterschiede feststellen. Ja, die Playstation 4-Version ist klarer und es wirkt als hätte man alles einmal mit Vaseline eingerieben. Und ja, auch die Framerate gegenüber den 30 FPS der Playstation 3 sind besser. Ansonsten sind im bewegten Bild kaum Unterschiede festzustellen. Die Kollegen von Gamespot haben dazu ein gutes Video bereitgestellt:

God of War 3: Remastered – Graphics Comparison

Und wenn schon grafisch nicht mehr viel rauszuholen war, hätte man andere Dinge verbessern können. Man hat nämlich auch die Macken der Playstation 3-Version direkt mit übernommen. Zum Beispiel die Kamerasteuerung, welche war schon damals besonders in Kämpfen nicht optimal gelöst ist.

Neu dafür ist der Fotomodus und ob der es weg reißt mag ich mal bezweifeln. Zudem habe ich das Gefühl, dass das Spiel einfacher geworden ist. Aber das ist nur mein Empfinden. Vielleicht haben sie das Spiel aber wirklich etwas einfacher gemacht, damit es mehr Casual ist.

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Fazit

God of War 3 ist und bleibt ein tolles Spiel. Gar keine Frage! Und wer das Spiel nochmal unbedingt spielen möchte und keine Playstation 3 hat, kann zuschlagen. Wer allerdings wirkliche großartige Verbesserungen erwartet, wird enttäuscht werden. Denn auch die Schwächen der vorigen Version wurden übernommen.

Dennoch ist der blutige Rachezug immer noch ein Mords-Spaß. Grafisch braucht sich das Spiel, trotz kaum sichtbarer Änderungen, sich nicht zu verstecken. Es sieht immer noch atemberaubend aus. Das Spiel bleibt daher zeitlos.

Dennoch finde ich einen Vollpreis von 50 Euro nicht angemessen. Das Spiel ist eher ein „Fans nochmal schröpfen“ und das gefällt mir nicht. Für 29,99 Euro oder so hätte ich mir die Sätze gespart, aber so ist das nur ein Geld machen auf eine sehr leichte Art und Weise.

Der Test entstand in Zusammenarbeit mit Egoperspektive.at.

Kaum Unterschiede zur PS3-Version.

9 Story
9 Grafik
9 Gameplay
8 Sound
3 Preis
7.6
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