Test: Nerdytec Couchmaster Pro

Wo man damals den Computer gar nicht gesehen hat, zieht er heute mehr in das heimische Wohnzimmer ein. Und auch die Hersteller haben sich dem Wunsch angepasst und präsentieren nach und nach eine hauseigene Steam-Machine, damit dieser Wunsch platzsparend erfüllt wird. Doch wie zockt man im Wohnzimmer auf der Couch mit Maus und Tastatur, wenn man keinen Controller nutzen möchte? Diese Frage versucht die Firma Nerdytec mit dem Couchmaster zu beantworten. Ob ihr das gelungen ist erfahrt ihr in meinem Test.

Auspacken und Aufbauen

Nachdem ihr den Couchmaster in der von euch präferierten Variante bestellt habt (es gibt eine normale- und Pro-Variante), erhaltet ihr einen sehr grossen Karton nach Hause geliefert. Was alles in dem Karton enthalten ist und wie sich der Aufbau gestaltet, seht ihr in meinem Video:

Wie ihr seht ist der Aufbau eigentlich recht gut erklärt, wenn man sich nicht wie ich etwas dumm anstellt. Gebraucht habe ich knapp 45 Minuten bis der Couchmaster wirklich endgültig an meinem PC aufgebaut war.

Unangenehm hier empfand ich übrigens den Chemie-Geruch, den ich nur mit Febreeze entgegen wirken konnte.

An vieles wurde gedacht

Die Aufbauzeit wird allerdings belohnt, denn mit dem Couchmaster könnt ihr wirklich bequemst am Computer vom Sofa aus mit Maus und Tastatur spielen. An vieles wurde gedacht, denn mit dem mitgelieferten USB Hub und der Möglichkeit die Kabel im inneren zu verstecken habt ihr keinen Kabelsalat. Auch zwei USB-Verlängerungskabel wurden direkt mitgeliefert. Damit könnt ihr dann auch von einem entfernteren Sofa aus am TV oder einer Leinwand bequemst zocken.

Auch die Maustasche macht durchaus Sinn, wenn man zb einen Joystick oder anderes auf den Couchmaster stellt. So kann man die Maus einfach verstauen und ein anderes Peripherie-Gerät nutzen. Die Handballen-Polster sind sehr bequem und auch längeres zocken wird so nicht zur Qual. Was ich allerdings vermisst habe war die Möglichkeit einer Klinken-Kabel-Verlängerung, denn ich zocke mit einem teuren Kopfhörer und einem dazu gekauften Mikrofon. Wer also kein USB-Headset hat wird ein Problem haben, sofern das Kabel nicht echt lang ist und man weit entfernt vom TV weg sitzt.

Es wird gespielt

Wir ihr in meinem Video erkannt habt, war das spielen für jemanden, der die letzte Jahre nur mit Controller gespielt echt nicht besonders von Erfolg gekröhnt. Mit etwas Übung und für den erfahrenen Maus- und Tastatur-Spieler sollte das aber kein Problem sein.

Nach einer gewissen Spielzeit stelle ich jedoch fest: es bleibt von Anfang an bequem. Allerdings schreit der Körper irgendwann nach einem Wechsel der Haltung. Auch die Beine wollen mal gestreckt oder halt auf einer gleich hohen Unterlage zur Couch gelegt werden. Der Couchmaster ist bequem, aber eben keine ergonomische Haltungshilfe. Und da bietet er nicht viel Möglichkeiten. Mit einem Controller kann ich sitzen, liegen, auf dem Kopf stehen oder was auch immer. Hier habe ich nur ein bis zwei mögliche Positionen.

couchmaster2

Fazit

Die Idee ist genial, jedoch fehlt es an Kleinigkeiten, wie einer Klinkenverlängerung. Auch den Chemie-Geruch sollte man dem Kunden nicht zumuten.

Dennoch empfehle ich den Couchmaster Pro mit Verkabelung, USB-Hub und Polster. Ohne Polster oder gar Handballen-Kissen macht es absolut keinen Sinn und Spaß. Denkt aber bitte an die Pause nach ein paar Stunden. Euer Rücken und eure Beine danken es euch.

Ich hoffe Nerdytec bleibt dran und wird den Couchmaster weiter entwickeln und uns mit einer neuen Version überraschen.

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