Test: Anki Drive

Als aller erstes: Ich hatte nie eine Carrera-Bahn. Und das fand ich damals immer recht Schade. Und eigentlich gab es das Anki Drive nie hierzulande. Aber diverse Gadget-Händler brachten das Starter-Set nach Deutschland. Und dank dem GadgetStore.Berlin war es so für mich möglich das Set unter die Lupe zu nehmen und das Gefühl einer eigenen Bahn kennenzulernen, wenn auch schon der Nachfolger bereits erhältlich ist – diesmal sogar offiziell in Deutschland.

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Gelb gegen Silber

Worin sich beide Systeme (Anki Drive und Overdrive) unterschieden ist die Flexibilität der Strecke. Wo man beim Drive nur eine Matte mit immer gleicher Strecke erhält, kann man beim Overdrive wie beim Vorbild Carrera die Strecke selbst gestalten. Doch das trübt den Spaß keineswegs, denn die Fahrzeuge sind bei beiden Systemen nicht an Schienen gebunden. Das heisst man kann die Spur wechseln bzw. sich auf der Strecke nach rechts oder links bewegen, wann immer man möchte. Richtiges herumfahren wie bei einem ferngesteuerten Auto ist allerdings nicht möglich. Über das Tablet gibt man lediglich Gas oder bremst, schiesst oder verlangsamt über einen Magnetstrahl den Gegner.

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Ihr merkt es schon: hier steht der spielerische Aspekt im Vordergrund. So gibt es nach den Runden Punkte und man kann leveln und das Fahrzeug upgraden oder sich neue Waffen kaufen. Jedes Auto ist hier individuell an ein eigenes Profil gebunden, behält seine Upgrades und führt auch eigene Statistiken. Und ich muss zugeben: es macht Spaß. Man kann entweder eine KI fahren oder gegen andere Freunde. Allerdings müssen sich alle innerhalb des selben OS bewegen. Das heisst Android kann nicht gegen iOS fahren und umgekehrt. Das finde ich Schade und trübt den Spaß etwas.

Spaß von kurzer Dauer

Ebenfalls ist die Schuh-Abdruck-Anfälligkeit der Matte nicht optimal gelöst. Die Abdrücke bleiben teilweise und lassen sich nicht mehr weg putzen. Und auch gestört hat mich die doch recht kurze Akkulaufzeit der Fahrzeuge nicht wirklich befriedigend. Gerade einmal eine halbe Stunde halten die Fahrzeuge durch, dann dürstet ihnen es an neuer Energie. Das Aufladen geht aber recht schnell. Ich hoffe dennoch, dass man den Autos im Nachfolger grössere Akkus geschenkt hat. Und eine bessere Software, denn nicht selten fahren Fahrzeuge von der Strecke oder aber drehen sich wie ein Kreisel auf der Strecke oder wechseln die Richtung um dann nach einer halben Runde die Richtung wieder zu korrigieren.

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Um auch etwas das technische zu erläutern: die Autos sind per Bluetooth 4.0 mit dem Smartphone (iOS oder Android) verbunden und fahren auf der Strecke gegeneinander. Über eine kleine Kamera unter dem Fahrzeug erkennen die Wegstrecke und auch die Gegner auf der Strecke. Die Berechnungen und Sounds kommen vom Tablet oder Smartphone. Lediglich LED-Lämpchen an den Fahrzeugen vorne und hinten symbolisieren das schiessen mit den Waffen vorne und das treffen am Fahrzeug hinten. Die Autos können sich auch untereinander koordinieren und sich beispielsweise gegen einen Gegner verbünden.

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Günstiger Einstieg

Dass es jetzt den Nachfolger gibt und man das Set eigentlich nur in den USA bekommt, macht es ebenfalls zur Zeit recht günstig. Bei eBay kann man das Starter Set für circa 100 Euro bekommen. Weitere Strecken kosten um die 50 Euro und Fahrzeuge um die 30 Euro.

Ich empfehle allerdings den Kauf eines neuen Sets. Wer in Berlin ist kann ja mal beim GadgetStore.Berlin vorbei schauen und sich die Strecke anschauen und bei Bedarf direkt mitnehmen.

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Fazit

Ausreichend Platz solltet ihr schon haben, wenn ihr euch das Anki Drive Starter Set zulegen wollt. Die Strecke kann nicht eurem Platz angepasst werden und die Matte benötigt eine grosse, ebene Fläche. Habt ihr den Platz und stören euch nicht die kleinen Kritikpunkte (Akku, Software, Android und iOS nur untereinander) dann steht einem Kauf nichts im Wege.

Die halbe Stunde, die man spielen kann, macht das Spiel Spaß und auch Einzelkinder können hier gegen virtuelle Gegner spielen. Aber auch als Vater-Sohn-Spiel macht das Ganze eine Menge Spaß.

Ich werde jetzt auf jeden Fall den Nachfolger noch testen. Das Ganze macht einfach Lust auf mehr.

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