Test: Lenovo Moto G4 Plus

Dank des Gewinnspieles der Kollegen von der Androidpit habe ich ein Lenovo Moto G4 Plus gewonnen und kann euch hier einen Test präsentieren. Und ich war wirklich bei dem Preis von 299 Euro gespannt, ob das Smartphone mit den Großen Flaggschiffen konkurrieren kann. 

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Nicht stylisch, aber wirklich flüssig – so zeigt sich Android 6.0 auf dem Moto G4 Plus.

Auspacken und einschalten

Das Smartphone wird in einer relativ schlichten Verpackung geliefert und auch beim Inhalt bekommt man nur das nötigste: Smartphone, Ladekabel und ein Netzstecker. Ein Kopfhörer liegt dem Smartphone nicht bei. Auch Lenovo hat hier sicherlich erkannt, dass hier jeder seine Favoriten schon besitzt und verzichtet gleich auf einen Kopfhörer. Eine wie ich finde gute Wahl. Besser als gar keinen als zu irgendeinem billigen greifen.

Das einrichten geht recht zügig, wenn man über ein Google-Konto verfügt. Sehr erfreulich ist, dass auf dem Gerät keinerlei aufgezwungenen Apps installiert sind. So findet man sich in einer etwas nüchternen  wenig stylischen, puren Android – Umgebung wieder. Doch vom Style abgesehen funktioniert alles flüssig und schnell. Etwas verwirrend ist von Anfang der Fingerprint-Sensor, der etwas hervorragt und im Android keinerlei Funktionen hat. So verwechselt am Anfang den Sensor nicht selten mit dem Homebutton. Diesen findet man als Softkey über dem Sensor.

Der vorne verbaute Fingerabdrucksensor ist daher sehr gut erreichbar und funktioniert sehr zuverlässig und schnell. Das Gerät wird schnell entsperrt und der Finger wird gut erkannt. Eine Funktion als Homebutton hätte ich mir hier aber echt gewünscht. Da lobe ich mir Hersteller, die den Sensor auf der Rückseite oder in den Homebutton verbaut haben.

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Auf der Rückseite befindet sich die Kamera und das klassische Motorola-Logo.

Viel Technik für wenig Geld

Im Inneren des Smartphone werkelt ein Snapdragon 617 (1,5-GHz-Octa-Core). Dazu gesellen sich leider nur 2 GB Ram. Etwas mehr hätten dem Smartphone besonders in der Plus-Variante wirklich gut getan. Weiterhin verfügt das Smartphone über einen 3.000mAh Akku, welcher mit der von Motorola bekannten Quick-Charge 2.0-Technologie aufgeladen werden kann. Diese heisst nun „TurboPower“. Bei einer Auflagezeit von nur 15 Minuten bekommt man Saft für sechs Stunden Handynutzung. Mit einem vollen Akku kommt man sehr gut über den Tag.

Dual-SIM ist bei der 4. Generation ebenfalls dabei, einen Schacht für microSD-Karten gibt es ebenso. NFC ist nicht mit an Board, dafür aber alle anderen bekannten Kommunikations-Technologien wie Bluetooth, WLAN, GPS, GPRS und LTE. Die Konfiguration der zwei SIM Karten ist  einfach und intuitiv zu bedienen. Anders als die meisten aktuellen Geräte verwendet das Moto G4 NICHT das Nano-SIM Format sondern das MicroSIM Format.

Das Display basiert nun auf einem IPS LCD und misst stolze 5,5 Zoll. Wer es kleiner möchte kann zum normalen Moto G4 greifen. Das Display löst mit 1920 x 1080 auf. Das Display ist auch im Sonnenlicht sehr gut lesbar.

Leider verfügt das Gerät nur über USB 2.0 und keinen USB 3.1 Anschluss.

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Zwei Sim-Karten und ein microSD-Steckplatz bietet das Moto G4 Plus.

Tolle Kamera für Fotos und Videos

Ein für mich sehr wichtiger Punkt bei einem Smartphone ist die Kamera. Bei der Plus-Variante ist eine 16 Megapixel Kamera mit einem Laser-Autofokus verbaut. Die Fotos sehen wirklich sehr gut und auch bei dem drehen von Videos macht das Smartphone eine gute Figur. Das filmen von 4K-Videos ist jedoch nicht möglich.

Es gibt einen  recht gut funktionierenden HDR Auto-Modus und einen Profi-Modus der die manuelle Einstellung von Fokus, +/- 2 Blendenstufen, Weißabgleich, ISO und Belichtung zulässt.

Beispiel Fotos (unbearbeitet)

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Beispiel Video

Gute Leistung mit Handwärme-Funktion

Was mir in meinem Test aufgefallen ist, dass das Gerät relativ schnell warm wird. In Foren konnte ich dazu leider keine Informationen finden. Nicht nur beim Spielen, auch beim normalen Betrieb von beispielsweise einer Navigations-App, wurde das Smartphone wärmer als ich es von einem Gerät gewohnt bin. Im Android-Hilfe Forum nachgefragt konnte das Phänomen nicht bestätigt werden.

Beschrieben wurde die Wärme als normal, da bei der Navigation viel Energie verbraucht wird, und jedes Handy bei intensiver Nutzung (Navi, Aufnahmen ab 1080p, Spielen,…) warm wird. Mir selbst war die Wärme aber teilweise auch unangenehm. Bei meinem iPhone hatte ich solche Temperaturen nie. Möglich auch, dass ich hier einfach ein Montags-Gerät erwischt habe.

Das Moto G4 Plus in meinem Video

Natürlich habe ich auch ein Video gedreht, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Fazit

Trotz kleiner Schwächen ist das Moto G4 Plus ein wirklich tolles Einsteiger-Phablet. Wer kein Hardcore-Gamer ist und einfach nur ein gutes Smartphone sucht, welches eine akzeptable Akkulaufzeit und eine gute Kamera bietet, macht mit dem Moto G4 Plus nichts verkehrt.

In einer nächsten Version würde ich mir jedoch Verbesserungen hinsichtlich des USB-Anschlusses oder auch der Wärmeentwicklung wünschen.

Das Moto G4 Plus ist kein Flaggschiff, aber ein wirklich sehr tolles Einsteiger-Phablet.

 

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