Watchever stellt Dienst gegen Ende des Jahres ein

Ich könnte jetzt sagen: „Ich habe es doch gesagt“. Noch vor einigen Monaten twitterte ich, Watchever werde dieses Jahr nicht überleben. Und nun ist das auch wahr geworden.

Zu alte Serien, keine Eigenproduktionen und kaum neue Filme. Der französische Streamingdienst Watchever gibt sich geschlagen und stellt seinen Dienst zum Jahresende ein. Dabei fing alles sehr gut an.

Puste ausgegangen

Als Watchever gestartet ist, sah eigentlich alles ganz gut. Eine exklusive Vorabausstrahlung der Serie „Anger Management“ und eine grosse Anzahl an Geräten, auf denen man den Anbieter schauen konnte. Doch die Puste ging Watchever sehr schnell wieder aus. Zu groß war die Konkurrenz Netflix und Amazon Prime. Die Marktanteile wurden kleiner und kleiner.

Vivendi suchte am Ende vergeblich nach einem  Käufer und hat mehrfach einen Neustart, nicht zuletzt durch Kosteneinschnitte, probiert. Auch eine Zusammenarbeit gegen Ende 2015 mit dem ZDF, CBS, BBC und Disney halfen überhaupt nicht, die Verluste stiegen.

Unterdessen machten sich Amazon und Netflix immer breiter. Nicht zuletzt durch wirklich sehr gute Eigenproduktionen mit Staraufgebot. Im April hatte so Amazon 32 Prozent Marktführer. Danach folgten Netflix mit siebzehn Prozent, Sky mit zwölf Prozent und Maxdome mit elf Prozent. Watchever kam nur auf drei Prozent.

Verschlafen

Den Anschluss hat Watchever einfach verschlafen. Was die Leute nämlich sind Inhalte und mit denen konnte man nicht mehr überzeugen. Die Quittung waren Verluste und nun die Schliessung.

In Berlin kommt das Ende wenigstens nicht ganz so dick. Nicht mal 20 Mitarbeiter sind betroffen. Die Mitarbeiter in Paris und Marseille sollen allerdings bei Vivendi bleiben. Die Technologie will der französische Konzern für seine Musikdienste und für den Videodienst Studioplay einsetzen.

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