The Lego Movie 2: Hier ist nichts mehr super

Wer kennt den Ohrwurm nicht noch aus dem ersten Teil? „Hier ist alles super“ hiess es dort erbarmungslos öfter als man es sich wünschen würde. Es gab gar kein entkommen, was dieses Lied angeht. Und auch mit diesem Lied beginnt der zweite Teil und lässt hoffen auf einen würdigen Nachfolger.

Direkte Fortsetzung von The Lego Movie

Der Film setzt genau dort an, wo der erste Teil aufgehört hat. Und zwar mit dem Angriff der DUPLO-Steinen, die alles zerstören was sich die Bewohner wieder aufgebaut haben. Eine Endlosschleife, die sich über fünf Jahre erstreckt bis alles in Schutt und Asche ist und eine neue Stadt Namens Apocalypstadt gegründet ist, wo sich die Helden verstecken. Als dann eines Tages der geheimnisvolle General Mischmasch auftaucht und Emmets Freunde entführt nimmt dieser die Verfolgung auf und erlebt ab da eine Menge Abenteuer. Dabei wird gesungen und versucht ein Gag nach dem anderen zu entzünden. Doch beides gelingt nicht so ganz. Genauso wie die Story, die nicht stimmig wirkt.

So sehr ich unsere Synchronkultur schätze und mag, so sehr wollen die Lieder nicht zünden. Im englischen Original habe ich mir die Lieder auch mal angehört und dort sind die viel besser. Für mich liegt es scheinbar an dem Gesang in den deutschen Liedern. Wirkt für mich eher nach: Hauptsache irgendwie ins Deutsche übersetzt und gesungen.

Irgendwie wenig super

Auch bei den Gags funktioniert das nicht, da im ersten Teil bereits alles irgendwie schon da war. Gags wurden einfach recycelt – egal ob gerade in der Situation passend oder nicht. Da waren keinerlei Überraschungen dabei. Versteht mich nicht falsch: Meine Kinder haben gelacht und fanden den Film bestimmt super. Aber ich musste das Kinoticket bezahlen und war als Filmfreak doch sehr enttäuscht von dem Gebotenen.

Im ersten Teil war zudem die reale Familie noch die überraschende Wende und nicht selten wurde auf diese im zweiten Teil zurück gegriffen, aber irgendwie nur um die Story am Leben zu erhalten. Hier erlebt man nicht wie im ersten Teil eine emotionale Veränderung. Auch spielt Will Ferrell nicht mehr mit, denn Lord Business verkrümelt sich ja direkt am Anfang zum Golf spielen. Dabei hätte dieser sicherlich Stimmung in den zweiten Teil gebracht.

Fazit

Technisch wieder schön anzusehen überzeugte mich „The Lego Movie 2“ ansonsten überhaupt nicht. Die Gags gab es bereits im ersten Teil und die Lieder waren einfach nur anstrengend. Der Film war zu voll mit allem und irgendwann kam man auch nicht mehr so wirklich nicht mehr der Story mit. Wollte man auch gar nicht, denn so ganz gefiel mir der Film nicht und irgendwann stelle ich mein Hirn auf Durchzug. Wieder ein Beweis, dass ein zweiter Teil meist nicht an das Original heran kommt.

Aber, und das muss man natürlich bei solchen Filmen auch sehen, meinen und den anderen Kindern hat es gefallen. Und wenn die glücklich und zufrieden aus dem Kino gehen, dann scheint der Film zumindest für diese Zielgruppe zu funktionieren. Und um mehr geht es ja nicht.

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