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Arielle wird dunkelhäutig und Fans als Rassisten abgestempelt

Wie schnell und voreilig die Rassistenkeule geschwungen wird beweist momentan die Tatsache, dass Disney beschlossen hat in der Realverfilmung von Arielle die Sängerin Halle Bailey zu besetzen. Für Menschen, die Halle Bailey nicht kennen, erstmal nichts ungewöhnliches. Nun ist aber eine grosse Diskussion daraus entstanden, weil Halle Bailey dunkelhäutig ist. Und damit haben sehr viele Menschen ein Problem. Und natürlich müssen das laut der Auffassung einiger Menschen auf Twitter und Co. Rassisten sein. Die Option, dass es einfach nur Fans sind, die sich eine Realverfilmung nah am Original wünschen, ist scheinbar für diese Menschen ein weit entfernter Gedanke.

Wer sich über die Hautfarbe einer Filmfigur und dessen Darstellerin echauffiert ist Rassist. Punkt. Also ob die Hautfarbe den Charakter und die Handlung ändern würden… Uff. Heult bitte leiser! #LT— スミス™ ???? 스미스™ (@__Sumisu__) 7. Juli 2019

Fans dürfen einfach nicht mehr Fans sein

Ich gebe zu. Auch ich habe damit meine Probleme. Im Original Film „Arielle, die Meerjungfrau“ von 1989 ist Arielle eben eine weiße Frau mit roten Haaren. Das hat sich auch in den nachfolgenden Filmen und der Serie nicht geändert. Auch in Gast-Auftritten, nicht zuletzt in Ralph Reichts 2, hat Disney das optische nie geändert. Warum also in der Realverfilmung? Warum jetzt? Oder ist eine Art Wiedergutmachung für all das Whitewashing, was in Hollywood bisher praktiziert wurde?

Whitewashing ist genauso absurd wie umgekehrt.

Das Aussehen von Arielle hat eine ganze Generation Kinder, egal welcher Hautfarbe geprägt. Und wie es scheint wollen viele einfach nur das die reale Arielle genauso aussieht wie im Disney Klassiker. Und um mehr geht es vielen nicht. Auch bei anderen Realverfilmungen wie „Aladdin“ und „Die Schöne und das Biest“ hat Disney eigentlich darauf geachtet nah am Original zu sein.

Und nun kommen wir zum Problem des Ganzen: Fans dürfen einfach nicht mehr Fans sein. Ein jeder der nur ein Problem damit äussert wird als Rassist abgestempelt. Natürlich gibt es auch Rassisten darunter, gar keine Frage, aber man sollte auch mal differenzieren und nicht immer gleich die Rassistenkeule schwingen. Ich denke viele wollen einfach nur eine Realverfilmung nah am Original. Doch das ist für die Rassisten-Rufer einfach undenkbar. Angesprochen darauf, wieso denn selbst dunkelhäutige Menschen damit ein Problem haben, werden diese einfach als Idioten bezeichnet.

naja auch in amerika gibts viele idioten
das hat ja nix mit der hautfarbe zu tun— Johnny Vegas (@JVegas_) 6. Juli 2019

Es ist einfach absurd. Hellhäutige Fans, die ein Problem damit haben, sind Rassisten. Dunkelhäutige Fans sind nur Idioten. Aber, dass Fans einfach nur Fans sind – unvorstellbar. Tut mir leid, aber das macht all die Rassisten-Schreier nicht besser. Meinungen anderer werden nicht akzeptiert und man stempelt direkt ab und stellt das Gegenüber in eine Ecke. An was uns das erinnert muss ich, denke ich, nicht schreiben. Aber besser macht das diese Menschen nicht. Lasst die Fans doch einfach ein Problem damit haben. Arielle war unter Disney nun mal nie dunkelhäutig. Das ist Fakt. Dann hätte Mogli ja auch ein weißes Kind sein können oder Dschinni grün statt blau. Wieso entfernt man sich bei Arielle vom Zeichentrick?

Damit Arielle dem Prinzen Eric gefällt schliesst sie mit Ursula einen Vertrag.

Inhalt viel bedenklicher

Erinnern wir uns doch mal eher an das inhaltliche. Neben den Beleidigungen Ursula gegenüber Arielle (in einer Szene nennt sie Arielle eine Schlampe) ist es doch viel bedenklicher, dass eine Frau sich verändern muss, um ihrem Traummann zu gefallen. Und das ist doch die Botschaft aus dem Film. Und das sollte heute nicht mehr so sein. Doch die Aufregung bleibt hier aus.

Die Frage ist also: Wie löst Disney das? Wird Disney auch die Geschichte umschreiben um es den Feministen recht zu machen? Wird Arielle generell einmal komplett (mit Ariel – Brüllerwitz) gewaschen? Also nun ein durch und durch politisch und in seiner Aussage korrekter Film? Dann wäre Arielle aber nicht mehr Arielle und Disney könnte daraus einen ganz anderen Film machen. Es bleibt also spannend wie das Endprodukt sein wird.

Wer wird König Triton spielen? Und wird das gesamte Wasservolk dunkelhäutig?

König Triton und Ursula

Übrigens stelle ich mir noch die Frage: Wer spielt König Triton? Wird das gesamte Wasservolk dunkelhäutig? Quasi ein Unterwasser-Wakanda. Und wieso spielt die unlustige und teils in Hollywood doch sehr in schlechten Komödien verbrannte Melissa McCarthy die böse Ursula?

Das ist übrigens auch etwas, was mir persönlich nicht gefällt, aber vielleicht bin ich jetzt auch einfach nur Frauenfeindlich. Oder Disney hat kein Interesse an einer guten Realverfilmung. Wer weiß das schon? Darüber urteilen am Ende die Kinogänger. Disney wird schon merken, wenn die Entscheidungen ein Fehler waren.

Und wer spielt Prinz Eric? Wird er auch dunkelhäutig werden? Oder wird er von einem weißen Mann gespielt werden? Vielleicht wird der Film dann auch komplett unkorrekt und Arielle wird sich von Ursula nicht nur Beine geben lassen, sondern auch eine weiße Hautfarbe, damit sie Prinz Eric gefällt und treffen kann. Möglich wäre es, denn Hollywood hat sich nicht groß verändert zu damals. Sie suggerieren es nur ab und zu durch kleine Krumen.

Die Besetzung der anderen Figuren wird somit spannend. Gerade in dieser Diskussion.

Der Ur-Nick Fury ist eigentlich weiß gewesen. Einen Aufschrei gab es aber nie.

Nicht das erste Mal

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass aus einer weißen Figur quasi eine dunkelhäutige gemacht wurde. Doch da wurde sich nicht so daran gestört. So war Nick Fury ursprünglich ein weißer Mann gewesen. Das wurde jedoch damit gelöst das Samuel L. Jackson nicht Nick Fury spielt, sondern seine Figur dem aus dem Ultimate Marvel Universum Sohn Nick Fury jr nahe kommt. Eine Augenklappe hatten jedoch alle irgendwann. Hier wurde also etwas getrickst.

In Comics ist das natürlich etwas völlig anderes, da Comics sich manchmal anderer Universen bedienen. Es ist komplizierter, aber nicht gänzlich weiter davon entfernt. Hätte ja auch sein können, dass sich die Fans lieber einen Nick Fury angelehnt an das Original gewünscht hätten. Dann wäre ihnen sicher aber auch die Rassisten-Keule entgegen gekommen.

Würde man also die reale Arielle einem neuen Universum zuordnen wie quasi in Marvel-Comics wäre das vollkommen okay. Dann könnten Arielle (rothaarig und weiß) und Arielle (dunkelhäutig) in Harmonie koexistieren. Jede Arielle in ihrem Universum. So bliebe die Ur-Arielle unangetastet und es würden weiterhin Gast-Auftritte in Serien oder Filme geben. Vielleicht wird das auch so sein und Disney hat es nur noch nicht kommuniziert. Denn würde Arielle mal wieder erneut Sophia die Erste besuchen oder mit ihren Freundinnen im Ralph Reichts-Universum quatschen, wäre es befremdlich auf einmal eine dunkelhäutige Arielle zu sehen. Es bleibt abzuwarten, denn bisher war die Realverfilmung fast immer nah am Zeichentrick. Warum man bei Arielle so eine grobe Änderung vornimmt weiss nur Disney. Und irgendwie werden sie ja wissen was sie tun.

Also ihr lieben Rassisten-Rufer: Ich bin kein Rassist und Arielle ist nicht dunkelhäutig. Punkt.

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Beleidigungen und Bedrohungen – wie ich damit mittlerweile konsequent umgehe

Ich glaube es ist eine Kunst über Dingen zu stehen. Dinge zu ignorieren. Dinge keiner Beachtung zu schenken. Dinge unkommentiert zu lassen. Eine Kunst, die ich lange zum Teil beherrscht habe. Ich habe mich, besonders zur Zeit von Gamerdeals vor knapp zehn Jahren, beleidigen und bedrohen lassen. Ich habe darüber hinweg gesehen. Ich habe nichts gemacht. Doch mittlerweile denke ich mir: Ich will gar nicht mehr weg schauen.

Und so habe ich für mich entschieden nahezu jede Beleidgung oder Bedrohung, egal ob Fake oder nicht, zur Anzeige zu bringen. Das mag sowieso nicht häufig vor kommen, aber wenn etwas in dieser Richtung passiert, tue ich ab etwas.

Beleidigung

Nehmen wir als Beispiel mal meinen Test bei Lovescout24. Das Gegenüber kann hier natürlich nicht wissen wer ich bin, daher sollte ich die Beleidigung erst Recht nicht ernst nehmen. So erreichte mich folgende Beleidigung im Zuge der Konversation:

beleidigung

Was die Person nicht wissen kann. Meine Mutter ist letztes Jahr gestorben. Und ich reagiere allergisch auf Mutter-Witze oder gar Beleidigungen gegenüber meiner Mutter. Ich verstehe auch Mutter-Beleidigungen nicht wirklich. Wieso beleidigt jemand die Mutter einer fremden Person? Was hat man davon? Ist aber auch letztendlich egal. Meine Reaktion war eine Strafanzeige. Daraufhin wollte die Polizei wissen wie ernst mir das ist und schickte einen Strafantrag, den ich natürlich unterschrieben zurück geschickt habe. Zwei Wochen später erfolgte ein Austausch mit dem Kripobeamten, der auch mit Lovescout in Kontakt steht. Man versucht hier natürlich den Täter zu finden.

Nun denken sicher manche von euch: Das ist doch nur eine Kleinigkeit? Ein Lausbubenstreich. Da sollte man drüber stehen. Das ist so unnötig. Hierzu zitiere ich einen Dichter und Denker unserer Zeit, welcher zu früh verstorben ist: Ist mir egal.

Der Täter nimmt in diesem Moment auch keinerlei Rücksicht auf sein Gegenüber. Warum soll ich das tun? Es reicht mir.

Bedrohung

Nächstes Beispiel. Diese Mail aus dem Kontaktformular meiner Agenturseite erreichte mich heute Nacht:

beleidigung2

Klar, nehme ich sowas nicht ernst. Jemand der sich Olaf der Klatscher nennt oder eine Fake-Mailadresse nutzt kann kein ernstes Interesse haben, da ich bei einer Fake-Mailadresse gar nicht die Gelegenheit bekomme irgendwas zu klären innerhalb seiner gegebenen Frist von 31 Tagen. Sich zudem 9 Jahre später zu melden zeigt ebenfalls kein ernstes Anliegen. Eine Insolvenz bleibt eine Insolvenz. Alle Forderungen sind damit zudem hinfällig. Meine Reaktion war hier ganz klar: Strafanzeige. Auch hier werde ich den Strafantrag natürlich unterschreiben, damit es zu einer Strafverfolgung kommt. 

Dummheit

Denn was der kluge Mensch mit dem kreativen Namen „Olaf Klatscher“ wohl nicht bedacht hat war, dass das Kontaktformular von WordPress auch die IP-Adresse und das genutzte OS inklusive genutzten Webbrowser übermittelt. Also wenn ich doch versuche jemanden in Angst zu versetzen, dann sollte ich nicht das eigene iPhone im eigenen Netz der Telefonica nutzen.

Vielleicht hätte man den Hinweis auf der Mozilla Seite zum Thema privaten surfen lesen sollen. Dort heisst es:

Warnung: Das Private Surfen macht Sie im Internet nicht anonym. Ihr Internetdienstanbieter und die Betreiber der Webseiten können immer noch nachvollziehen, welche Seiten Sie besuchen.

Der Täter hat nun zwei Möglichkeiten: Nachlegen um das Gesicht zu wahren oder aber sich entschuldigen. Ich bin gespannt welchen Weg er wählt. 

Nun denken sicher manche von euch erneut: Da hat sich jemand nur einen Scherz erlaubt. Das ist doch nicht so schlimm. Da passiert ja eh nichts. Auch das ist mir egal. Das Internet ist kein straffreier Raum. Leute verstecken sich hinter Nicknamen und meinen sie könnten sich alles erlauben. Aber dem ist nicht so. Zum Glück. 

Jemand der die Familie einer anderen Person bedroht, egal ob in ernst oder im Spaße, spielt mit der Angst des Gegenüber und auch hier frage ich mich, wieso jemand so etwas tut? Was hat er davon? Wieso gehen wir so miteinander um? Man kann alles vernünftig klären, aber auf diese Art möchte ich das nicht mehr. Zu oft habe ich weg geschaut. Zu oft habe ich nichts gemacht. Aber irgendwann muss auch Schluss sein. Egal ob das jemand ernst meint oder nicht.

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Konsequenzen

Und da ist mir letztendlich auch die Konsequenz egal. Das Gejammer findet dann hinterher immer vor Gericht statt, wenn dann der Täter doch ermittelt wird. Und jammern können diese Menschen dann sehr gut. Und sie argumentieren mit genau jenen Argumenten wie Menschen die nicht verstehen können wieso jemand knallhart dagegen vorgeht. „Es war doch nur ein Scherz“ oder „Es war nicht so gemeint“.

Ganz ehrlich: Das ist mir egal. Da hätte man sich vorher Gedanken machen können. Nicht erst hinterher, wenn man den Brief der Polizei zur Vernehmung im Briefkasten hat. 

Ich werde natürlich über den Ausgang beider Verfahren berichten. Und wenn es am Ende nur eine Geldstrafe ist. Was mit den Tätern passiert ist mir am Ende echt egal. Handeln statt abwarten, sagt auch eine Rechtsschutzversicherung. Und wie ich finde: Sie haben Recht. 

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Goldene Kamera, Klimaschutz und VW – genau mein Humor

Es gibt Dinge über die ich einfach schreiben muss, weil sie genau meinem Humor entsprechen. Weil man denkt das wäre alles nur eine Real-Satire, aber es ist wirklich passiert. Es geht um die goldene Kamera und seine absolut heuchlerischen Gastgeber, Sponsoren und Prominenten.

Das alles hat so ein bisschen was von Artikel 13. Viele nutzen das Thema um die eigene Reichweite zu pushen und tun so als wäre ihnen das wichtig oder hätte verstanden worum es geht. Schaut man sich die Videos an zu diesem Thema kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Goldene Kamera und Klimaschutz – Realsatire pur

Und genauso verhält es sich mit vielen Prominenten. Ihnen ist vor der Kamera Klimaschutz wichtig. Natürlich sehr wichtig. Genauso den Verantwortlichen der goldenen Kamera. Deswegen lud man die überpräsente Greta Thunberg ein. Klar, nach dem Ryan Gosling Gate wissen wir ja wie das mit dem einladen funktioniert. Preise werden erfunden, damit man Menschen die im Gespräch sind, einladen kann.

Und weil den Promis das Thema Klimaschutz so wichtig ist und auch den Verantwortlichen des Preises wurden sie dieses Jahr nicht mit den dicksten VW-Schlitten vorgefahren. Nein, Nein. Und natürlich gab es für die Newcomerin des Jahres kein VW-Auto geschenkt. Ebenso wurde kein Star aus den USA eingeflogen und damit Emissionen erzeugt, auf die man hätte verzichten können.

Diese Veranstaltung ist von vorne bis hinten heuchlerisch. Nehmen wir VW: Wieso hätte man kein Elektrofahrzeug verschenken können? Wieso hätten die Stars nicht mit schicken Elektrofahrzeugen vorgefahren könne? Hat VW doch gerade erst 7000 Stellen gestrichen um Platz für Elektromobilität zu schaffen. VW predigt Wasser, trinkt aber Wein. Die grosse Wende, das Umdenken, es war einfach zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd zu spüren. VW hat Probleme, nicht wenige. Und tritt ins nächste Fettnäpfchen. Aber das ist einfach das Problem in Deutschland. Hier kann VW tun und lassen was es möchte. Zu mächtig ist der Konzern. In den USA wurde das Unternehmen anständig bestraft und in die Mangel genommen. Bei uns kaum denkbar.

Oder die Promis: Die Promis klatschen bei den Worten von Greta Thunberg, obwohl sie genau das kritisiert, was all die Promis die dort sitzen machen und auch weiter machen werden. Das ist so absurd, wenn man es sieht. Man könnte glatt glauben, dass da ein Schild was die Promis daran erinnert zu klatschen. Vielleicht haben sie die Worte aber auch einfach nicht verstanden.

VW als Partner – falsche Wahl

Die goldene Kamera hat sich hier zudem einfach den falschen Partner ausgesucht. Den Preis, den Greta erhielt, kann sie sich auch aufs Klo stellen. Er ist nichts wert, wenn selbst die Veranstalter nicht an Klimaschutz glauben. Da fragt man sich ob da noch die selben Leute sitzen, die schon damals das mit dem Fake Ryan Gosling verzapft haben. Nichts gelernt. Nichts gebessert.

Ein Trost können da die niedrigsten Quoten sein. Kaum jemand interessiert sich noch für diese verlogene Veranstaltung. Weniger als drei Millionen wollten diese Grausamkeit noch sehen. Das ist ein Allzeit-Tief. Vielleicht sollte man nun umdenken. Sich ändern. Sich vielleicht neu erfinden oder zum alten Glanz zurück kehren.

Am Ende bleibt mir nur Greta Thunberg zuzustimmen: Wir leben in einer merkwürdigen Welt.

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Jens Büchner: Würdevolle letzte Sendung heute Abend

Heute Abend um 20:15 Uhr zeigt VOX den Abschied von Jens Büchner. Und eigentlich habe ich mit Promis nicht viel auf diesem Blog am Hut, aber es gibt Menschen, die haben es sich verdient Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das ist auch keine Werbung, da mich niemand gebeten hat darüber zu schreiben. Ich tue das in meiner Position als Vater über einen Vater, der alles für seine Kinder getan hat.

Sendung absolut würdevoll

Über unser TVNOW Abo konnte ich die Sendung schon sehen und muss einfach sagen, dass die ganzen empörten, reisserischen News überhaupt nicht zutreffen. Jens Büchner wird nicht einmal gezeigt. Die Sendung und der Umgang mit seinem Tod war würdevoll. Nur einmal zeigt seine Ehefrau Daniela selbst das letzte Foto vor seinem Foto und das ist okay. Es war ihr scheinbar wichtig uns auch kurz den Jens zu zeigen, den viele sicher nicht sehen wollten. Aber das gehört einfach zum Leben dazu: der Tod. Und der Umgang mit diesem. Sowie die Ursachen dafür. Und vielleicht machen uns solche Fotos und Momente bewusst, besser mit dem eigenen selbst umzugehen.

In dem einzigen und kurzen lebenden Moment wo das Kamerateam mit Jens Büchner zusammen ist, sieht man nur seine Beine gehüllt in eine weiße Decke. Aus dem Hintergrund ertönt seine schwache Stimme: „Ach Gott, das ist aber schön.“. Man hört und fühlt mit. Dieser Mann ist näher am Tode als am Leben. Und das ist traurig. Hat er doch für seine Familie und Kinder alles gegeben.

Und genau diese Kinder, zum Teil nicht seine eigenen, besuchen ihren Papa das letzte Mal. Für den Zuschauer und die Kinder das letzte Mal in denen man Jens Büchner hören wird.

Jens Büchner war ein guter Vater

Man kann von Jens Büchner halten was man will, aber er schaffte es immer wieder aufzustehen und für seine Familie alles zu geben. Ein Papa wie ihn sich viele sicher wünschen würden. Für mich auf jeden Fall einer der besseren Väter, denen ich gerne Aufmerksamkeit, die er selbst durch seine Auftritte in der Öffentlichkeit immer gesucht hat, schenke. Und von mir aus auch kostenlose Werbung für „Goodbye Deutschland“. Das ist mir völlig egal.

Man mag von ihm halten, was er will und auch mir ging er beim Sommerhaus der Stars tierisch auf den Keks, aber er war dennoch kein schlechter Mensch. Und wer meinen Blog kennt, weiss, dass es bisher kein Promi geschafft hat, selbst nach seinem Ableben hier meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin eh kein Freund von virtuellen Beileidsbekundungen. Doch Jens Büchner hat es geschafft.

In diesem Sinne: Ruhe in Frieden, Jens.

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„Schau mal Papa, das sind Oma und Opa.“

Diesen Satz sagte einer meiner Söhne vor einigen Tagen, als wir das Glück hatten zwei Regenbögen sehen zu dürfen. Diese beiden Regenbogen waren so kräftig in ihren Farben und stehen bestens für die Liebe zwischen meiner Mutter und Stiefvater. Und eigentlich wollte ich zum Todestag meiner Mutter wieder etwas schreiben, aber dann folgte ihr zwei Tage vorher mein Stiefvater – genau am Valentinstag, dem Tag der Liebenden. Und wenn zwei Liebende wieder zusammen finden – was kann daran falsch sein?

Liebe über den Tod hinaus

Wenn ich also daran glaube, dass nach dem Tod noch etwas kommt, sind die beiden nun zusammen. Er wollte zu ihr, zu gebrochen war sein Herz und sie wollte mit ihm sein. Denn seit mein Stiefvater in unser Leben kam, waren sie nahezu unzertrennlich. Und das über den Tod hinaus. Am Valentinstag war die Liebe dann stärker als das Leben. Liebeskummer ist eben das grausamste Gefühl. Und besonders in den kalten Monaten, wo es früher dunkel wird, kommt dann das Gefühl noch stärker zurück. Ein Herz kann sich erholen, aber manchmal gelingt es nicht, weil man nur diesen einen Menschen will. Keinen anderen.

Und ganz ehrlich. Ich bin auf der einen Seite sehr traurig. Ich habe geweint. Wenn ich mir allerdings die Whatsapp-Audio-Nachrichten der letzten Monate anhöre, bin ich mit der Situation auch im reinen. Er wurde 78, hatte ein erfülltes Leben, viele Freunde, Kinder, meine Mutter und ihm blieb so manches Leid im hohen Alter erspart. Dinge die wir nicht möchten. Altersheim, ein langer oder schmerzvoller Sterbeprozess. Das friedliche einschlafen und nie mehr aufwachen ist doch, was wir uns und jedem Mitmenschen nur wünschen. Und wenn jemand dieses Geschenk bekommt, ist das in Ordnung.

Ein Regenbogen verbindet Himmel und Erde

Und, dass genau nach der Beerdigung zwei Regenbögen erscheinen sind, zeigt, dass hier zwei Wege zwischen Himmel und Erde geöffnet wurden. Der eine Weg, den meine Mutter nutzen konnte um meinen Stiefvater abzuholen. Der andere Wege, damit beide in den Himmel gehen können. Dort sind sie zusammen. Und glücklich. Daran glaube ich. Ja, ein Muttertag ohne Mutter ist schlimm. Aber ein Valentinstag ohne die Liebe ist auch nicht besser.

Und so sagte ich zu meinem Sohn: „Der Regenbogen verbindet Himmel und Erde und Oma und Opa sind nun wieder zusammen.“.